Der Einstieg erfolgt über ein Vier-Ecken-Spiel (M1) mit sieben Fragen zur Lebenssituation und Kinderrechten von Kindern weltweit. Der nächste Schritt enthält eine Videoanalyse über Kinderrechte und deren Bedeutung (M2). Zudem findet eine Gewichtung der Rechte statt sowie ein Vergleich zwischen Kinder- und Erwachsenenrechten. Auch die UN-Kinderrechtskonvention wird thematisiert. Die Ergebnisse der Auswertung werden tabellarisch festgehalten. Ein Lösungsbogen (M2.1) liegt dazu ebenfalls bei. Ein weiterer Schritt behandelt die Bedürfnispyramide von Maslow (M3). Hier werden die fünf Ebenen der Pyramide mit Beispielen zu grundlegenden Bedürfnissen eingezeichnet. Die Basis bilden Essen und Trinken, gefolgt von Sicherheit, Liebe und Individualität bis hin zur obersten Ebene. Diese ist die Verwirklichung des großen Wunsches durch lange Anstrengung. Der anschließende Schritt stellt einen biblischen Bezug zu Matthäus 19,14 her (M4).
Die Satzteile werden ausgeschnitten und in die richtige Reihenfolge gebracht. Vier Fragen leiten die Analyse dieses Bibeltextes an. Dabei wird das Verhalten von Jesus zu den Kindern vor dem Hintergrund der Reich-Gottes-Botschaft und der Gottesbeziehung untersucht. Im weiteren Verlauf findet eine Gruppenarbeit zu sechs exemplarischen Tagesabläufen von Kindern und ihren Schulwegen statt (M5-M11). Dazu sind zehn Fragestellungen im Materialteil enthalten. Mittels einer Videoanalyse wird eine Tabelle zu den Schulwegen der Kinder ausgefüllt. Der eigene Tagesablauf kann diesen Ergebnissen gegenübergestellt und ebenfalls in das Material eingetragen werden. Im Plenum werden zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutiert. Ebenso werden die Wünsche der Kinder in den Videos, dort fehlende Kinderrechte, Kinderrechte im eigenen Alltag und eigene Wünsche ausgewertet. In den Anregungen für die Grundschule und Sekundarstufe I zu einer Unterrichtssequenz über die Sendereihe »Kleine Helden« von Planet Schule Lebensläufen wird mit unterschiedlicher Gewichtung das Recht auf Gewaltfreiheit, Gesundheit, Bildung, das Recht auf Spielen, auf eine eigene Meinung und das Recht auf ein Aufwachsen ohne Benachteiligung thematisiert. Lösungsmaterialien (M5.1-M10.1) liegen zu allen sechs Gruppen vor. Die Gruppenergebnisse werden im Plenum vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Als Nächstes werden in Gruppenarbeit Verbesserungsvorschläge entwickelt. Dazu dient ein selbst auszufüllender Spielplan (M11). Hierin kann der Ablauf der Entwicklung bis zur Umsetzung aller Kinderrechte in diesem Beispiel eingetragen werden. Gestartet wird dabei mit der Beschreibung dessen, was im Video passiert, zum Beispiel ein Überfall auf dem Schulweg. Im zweiten Feld wird das fehlende Kinderrecht benannt: Gewaltfreiheit. Im dritten Kästchen werden erste Schritte zur Hilfe entwickelt und im zweiten Kästchen weitere Hilfsmöglichkeiten eingetragen. Nach dem vierten Kästchen beginnt der Vorgang der beschriebenen vier Schritte in vier Kästchen für das zweite nicht umgesetzte Kinderrecht in der Beispielbiografie. Auch für dieses Kinderrecht werden die vier Schritte umgesetzt. Danach folgt das dritte nicht vorhandene Kinderrecht mit denselben vier Schritten. Dieser Prozess wird fortgesetzt, bis alle vorenthaltenen Kinderrechte in der Beispielbiografie innerhalb der Gruppe erarbeitet wurden. Damit würde das Ziel der Beschreibung einer guten Kindheit mit allen Rechten erreicht werden. Aus diesen Inhalten kann ein Rollenspiel (M12) entstehen. Dabei personifiziert ein Gruppenmitglied das Kind aus dem Video, trägt dessen Tagesablauf und Probleme sowie fehlende Kinderrechte vor. Die anderen Gruppenmitglieder stellen Personen dar, welche die Situation des Kindes verbessern wollen, wie beispielsweise Ärztinnen und Ärzte, Lehrerinnen und Lehrer, Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer oder Polizistinnen und Polizisten. Außerdem kann der Spielplan als Würfelspiel gespielt werden. Dabei wird das erreichte Feld mit einer Partnerin oder einem Partner als Standbild umgesetzt und erraten.
Einen weiteren Schritt zur Vertiefung bietet ein Labyrinth mit Sackgassen an (M13-M13.1). Wird eine Sackgasse erreicht, so ist das hier vorenthaltene Kinderrecht zu benennen. Außerdem soll ein Verbesserungsvorschlag entwickelt werden. Beides wird tabellarisch festgehalten. Auch hier liegt ein Lösungsbogen (M13.2) vor.
Abschließend erfolgt ein Feedback (M14) zu den drei Doppelstunden. Dabei werden den fünf Fingern einer Hand fünf Fragen zugeordnet, welche zu beantworten sind. Sie geben Aufschluss über positive, negative und wichtige neue Erkenntnisse sowie weitere Wünsche. Die Sequenz lässt sich mit zusätzlichen Materialien, die auf der Plattform ru-digital angeboten werden, erweitern.