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Hubertus Holschbach | ru-digitalEine Frage des Glaubens | katholisch.de

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Eine Frage des Glaubens | katholisch.de

Angst vor dem Tod

Was passiert, wenn wir sterben? Eine Frage des Glaubens

Veröffentlichung:23.4.2023

Die Unterrichtsstunde "Angst vor dem Tod" untersucht die persönlichen Lebensziele vor dem Hintergrund des unausweichlichen Todes. 

Die Stunde ist im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Dort sind zudem Fragestellungen mit Zeitstempeln und ein multiple-choice Test enthalten.

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Der Tod – Zum Leben gehört auch das Ende

I. Einführung (15 Minuten)

Ziel: Einstieg in das Thema durch emotionale und persönliche Fragen.


Digitaler Impuls auf der Tafel: Bild einer Sanduhr + Frage: „Was würdest du tun, wenn du nur noch eine Woche zu leben hättest?“

Kurze stille Einzelreflexion (2 Minuten), dann Austausch in Partnerarbeit (5 Minuten).

Anschließend werden ausgewählte Antworten anonym auf dem digitalen Board gesammelt.

Zeige den Anfang des Videos (00:00–01:00) – Einstieg mit der E-Mail-Frage einer Zuschauerin über ihre Angst vor dem Tod.


II. Diskussion (15 Minuten)

Ziel: Gemeinsame Erarbeitung der Perspektiven aus dem Video.

Leitfragen an die Klasse:

Warum haben viele Menschen Angst vor dem Tod?

Wie geht unsere Gesellschaft mit dem Tod um?

Was sagt das Video über frühere Kulturen (z. B. Ägypter) im Vergleich zu heute?

Digitale Umfrage auf der Tafel (z. B. Mentimeter oder Kahoot): „Hast du dir schon einmal Gedanken über den Tod gemacht?“


Warum haben viele Menschen Angst vor dem Tod?

Viele Menschen haben Angst vor dem Tod, weil er ungewiss ist. Niemand weiß genau, wann oder wie er kommt, und das macht ihn schwer kontrollierbar. Besonders beunruhigend ist die Vorstellung, dass nach dem Tod vielleicht „nichts mehr ist“ – nur schwarze Leere. Diese Unsicherheit erzeugt Zweifel und Ängste, vor allem wenn der eigene Glaube an ein Leben nach dem Tod ins Wanken gerät. Der Tod konfrontiert uns zudem mit unserer Endlichkeit und zwingt uns, uns mit existenziellen Fragen auseinanderzusetzen.


Wie geht unsere Gesellschaft mit dem Tod um?

Unsere Gesellschaft neigt dazu, den Tod zu verdrängen. Er findet meist außerhalb unseres Alltags statt – in Krankenhäusern, Altenheimen, Medien oder auf Bildschirmen. Der direkte, offene Umgang mit dem Tod wird oft vermieden. Der Tod wird ausgeklammert, weil er unbequem ist und nicht in die Leistungsgesellschaft passt. Statt ihn als Teil des Lebens zu akzeptieren, wird er „unsichtbar“ gemacht.


Was sagt das Video über frühere Kulturen (z. B. Ägypter) im Vergleich zu heute?

Das Video nennt die alten Ägypter als Beispiel für eine Kultur, in der der Tod und das Jenseits fester Bestandteil des Alltags waren. Ihre Pyramiden, Ausmalungen und religiösen Rituale zeugen davon, dass der Tod nicht gefürchtet, sondern vorbereitet und integriert wurde. Im Gegensatz dazu lebt unsere moderne Kultur eine Form der Verdrängung – der Tod wird aus dem Bewusstsein geschoben. Das Video zeigt damit, dass ein bewussterer Umgang mit dem Tod zu mehr innerer Ruhe führen kann.


III. Praktische Anwendung (20 Minuten)

Ziel: Eigenes Nachdenken über das Lebensende und Lebenssinn fördern.

Schüler*innen bilden Kleingruppen und gestalten ein digitales „Lebensposter“:

Titel: „Wenn mein Leben morgen endet, dann wünsche ich mir, dass…“

Inhalte: 3 Lebensziele, 2 Werte, 1 Herzenswunsch

Verwendung von Canva, Padlet oder PowerPoint – je nach Ausstattung.


IV. Präsentation der praktischen Anwendung (10 Minuten)

Ziel: Perspektivenvielfalt sichtbar machen.

Jede Gruppe stellt in 2 Minuten ihr „Lebensposter“ vor.

Die Ergebnisse werden auf der digitalen Tafel gesammelt (z. B. in einer Galerieansicht).


V. Reflexion und Zusammenfassung (10 Minuten)

Ziel: Verbindung zur eigenen Lebensführung schaffen.

Klassengespräch: „Was bedeutet der Tod für unser Leben?“

Video-Zitat einblenden: „Der Tod ist ein freundlicher Mahner“ – Diskussion über diese Aussage.

Lehrer*in fasst zentrale Erkenntnisse auf der Tafel zusammen:

Tod ist unausweichlich

Tod konfrontiert uns mit unserem Leben

Für Christen ist die Liebe stärker als der Tod


VI. Hausaufgabe

Aufgabe:

Verfasse einen Brief an dein zukünftiges Ich mit der Überschrift:

„Ich möchte nicht am Ende bereuen, dass ich…“

(Nutzung von Textverarbeitungssoftware erlaubt, Länge: ca. 200 Wörter)


VII. Abschließende Worte (5 Minuten)

Inspirierender Abschlussimpuls:

„Jeder Tag ist ein Geschenk. Nutze ihn für das, was dir wirklich wichtig ist.“


VIII. Zusätzliche kreative Ideen

QR-Code auf der Tafel zum Video für freiwillige Vertiefung zu Hause.

Podcast-Projekt: Schüler*innen nehmen kurze Beiträge zum Thema „Wie denke ich über den Tod?“ auf.

Erinnerungskarten gestalten: Schüler*innen malen Symbole für das, was für sie unvergänglich ist.


IX. Passende Bibelzitate

„Der Tod ist verschlungen in den Sieg.“ – 1. Korinther 15,54

„Die Liebe hört niemals auf.“ – 1. Korinther 13,8

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ – Psalm 90,12

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

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21.3.2025

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.2 Einsamkeit, Trennung und Tod: Gefährdungen des Lebens – Erlösung im Glauben.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Durch den Tod hindurchgehen – an die Auferstehung glauben, Wiedergeburt
  • Auferstehung mitten im Leben

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