Das Kapitel gliedert sich in mehrere Lerneinheiten, die jeweils durch Geschichten („Vorlesebögen“) eingeführt werden und darauf aufbauend thematische Übungen und Reflexionsphasen enthalten:
Was ist mir wichtig? – Kinder werden angeregt, Dinge oder Beziehungen zu benennen, die ihnen Bedeutung haben, und darüber nachzudenken, was damit über ihre Identität ausgesagt wird (z. B. über „Schatzkisten“).
Wie fühle ich? – In dieser Einheit entdecken Schülerinnen und Schüler, wie Gefühle in ihnen entstehen, wie sie sich ändern können, und wie man sie in konkreten Situationen wahrnimmt und äußert.
Zu den vorgeschlagenen Methoden zählen zum Beispiel das Sammeln von Gefühlswörtern, Zeichnungen, pantomimische Darstellung von Gefühlen, das „Gefühlstaxi“, Gefühlsbarometer und Arbeit mit Situationsvignetten. Wichtig ist dabei, dass Gefühle nicht bewertet werden sollen – jede Empfindung gilt als legitim. (S. 18–20)
In der Reflexion und Diskussion begleiten die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler bei Fragen wie: Welche Gefühle habe ich erlebt? Wie äußere ich sie? Wie erkenne ich Gefühle bei anderen? Und: Wie kann ich mit Emotionen sensibel umgehen? Außerdem werden weiterführende Anknüpfungspunkte genannt (z. B. Konfliktmanagement, Kinderrechte).
Die Zielsetzungen des Kapitels sind, dass Kinder ein Bewusstsein für ihre Werte und Identität erwerben, einen differenzierten Gefühls-Wortschatz entwickeln und sensibel im Umgang mit ihren eigenen und fremden Gefühlen werden. Insgesamt fördert das Kapitel nicht nur persönliche Reflexion, sondern stärkt auch das Klassenklima und unterstützt soziales Miteinander.