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Strategien gegen Radikalisierung

Veröffentlichung:9.2.2017

Das Video thematisiert die Frage, wie Gesellschaft, Bildung, muslimische Gemeinschaften und Sicherheitsbehörden auf die Radikalisierung junger Muslime reagieren können. Im Mittelpunkt steht die Einsicht, dass Radikalisierung nicht nur ein sicherheitspolitisches, sondern ebenso ein pädagogisches, soziales und gesellschaftliches Problem ist. Der Film stellt unterschiedliche Perspektiven auf Prävention, Deradikalisierung und Strafverfolgung vor und zeigt, dass Ausgrenzung, fehlende Anerkennung, geringe Chancen in Schule und Beruf sowie mangelnde Angebote im sozialen Umfeld Radikalisierungsprozesse begünstigen können. Zugleich wird deutlich, dass muslimische Gemeinden, Moscheen, Sozialarbeit, Schule und Religionsunterricht eine wichtige Rolle spielen, um jungen Menschen alternative Deutungen, Zugehörigkeit und Orientierung zu eröffnen. Darüber hinaus beleuchtet das Medium die Grenzen staatlicher Maßnahmen, die Bedeutung von Früherkennung und europäischer Zusammenarbeit sowie die Spannung zwischen Sicherheit, Freiheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte, weil es religiöse, ethische, politische und pädagogische Fragen miteinander verbindet. Lernenden kann damit verdeutlicht werden, dass Radikalisierung nicht plötzlich entsteht, sondern sich in einem Zusammenspiel aus persönlichen Krisen, gesellschaftlichen Erfahrungen, ideologischen Angeboten und fehlenden Gegenperspektiven entwickelt. Didaktisch ist besonders wichtig, den Film nicht als Beitrag über den Islam insgesamt zu behandeln, sondern als Auseinandersetzung mit Radikalisierung, Prävention und den Aufgaben einer pluralen Gesellschaft. Zu Beginn kann eine Begriffsklärung stehen, in der Worte wie Radikalisierung, Prävention, Deradikalisierung, Salafismus, Extremismus, Religionsunterricht, Pluralität und Menschenrechte gemeinsam erschlossen werden. Danach bietet sich eine strukturierte Sichtung mit Leitfragen an, etwa danach, welche Akteure im Film Verantwortung tragen, welche Ursachen benannt werden und welche Lösungsansätze überzeugend erscheinen. In arbeitsteiligen Gruppen können Lernende einzelne Handlungsfelder untersuchen, zum Beispiel Schule und Sozialarbeit, Moscheegemeinden und islamische Verbände, Religionsunterricht, Elternarbeit, Sicherheitsbehörden oder europäische Zusammenarbeit. Methodisch eignen sich dazu Schaubilder, Wirkungsgefüge, Pro und Contra Diskussionen, Positionslinien oder Rollengespräche aus der Sicht verschiedener Beteiligter. Besonders ergiebig ist die Frage, wie Anerkennung, Zugehörigkeit und echte Teilhabe jungen Menschen helfen können, sich nicht von radikalen Angeboten ansprechen zu lassen. Ebenso kann diskutiert werden, welche Form von Religionsunterricht geeignet ist, um Dialogfähigkeit, Urteilsvermögen und Respekt gegenüber anderen zu fördern. Wichtig ist, dass Lernende dabei nicht in einfache Schuldzuweisungen verfallen, sondern die Vielschichtigkeit des Problems wahrnehmen. Das Medium eignet sich deshalb gut für Unterrichtseinheiten zu Religion und Gewalt, Verantwortung in der Gesellschaft, Demokratie, Menschenwürde, Friedensethik und interreligiösem Lernen. Es fördert die Fähigkeit, zwischen Religion und Extremismus zu unterscheiden, unterschiedliche Präventionsansätze kritisch zu bewerten und die Bedeutung von Bildung, Beziehung und Anerkennung für ein friedliches Zusammenleben zu erkennen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7G.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.5 Gefährliche Religion?.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren

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