Das Modul ist klar didaktisch strukturiert und enthält vielfältige Methoden wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Reflexionsphasen, Rituale sowie Arbeitsaufträge als Hausaufgabe. Lehrkräfte werden dazu angehalten, ein Notizheft einzuführen, in dem die Lernenden Erfahrungen, Strategien und persönliche Fortschritte festhalten. Wiederholung, Übung und regelmäßiges Nachfragen werden als zentrale Prinzipien hervorgehoben, um nachhaltige Lern- und Entwicklungsprozesse zu ermöglichen. Achtsamkeitsübungen und ritualisierte Einstiege und Abschlüsse schaffen dabei Orientierung und emotionale Sicherheit im Unterricht
Inhaltlich führt das Modul zunächst in das Konzept der Ressourcen ein. Persönliche Ressourcen wie Stärken, Talente, Interessen und Bewältigungsstrategien werden ebenso thematisiert wie äußere Ressourcen, etwa unterstützende Beziehungen, schulische Rahmenbedingungen oder außerschulische Angebote. Schule wird ausdrücklich als wichtiger Schutz- und Entwicklungsraum verstanden, der durch wertschätzenden Umgang, positive Fehlerkultur und gegenseitige Unterstützung zur psychischen Gesundheit beitragen kann
Die vier Unterrichtsvorschläge des Moduls bauen systematisch aufeinander auf. Zunächst lernen die Lernenden, eigene Stärken wahrzunehmen, Erfolge anzuerkennen und auch vermeintliche Schwächen in ihrer positiven Funktion zu reflektieren. Darauf aufbauend beschäftigen sie sich mit Stolz, Anerkennung und positiven Selbstzuschreibungen, etwa durch das Gestalten einer Selbstwertbox oder durch bewusstes Selbstlob. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erkennen persönlicher und sozialer Ressourcen sowie der Entwicklung eines individuellen Repertoires an Bewältigungsstrategien für schwierige Situationen, das mithilfe von Modellen wie dem „Klaviermodell“ anschaulich erarbeitet wird
Ein zentrales Anliegen des Moduls ist außerdem die Unterstützung bei Übergängen und Veränderungen im Leben, etwa bei Schulwechseln oder neuen Entwicklungsphasen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren vergangene Erfolge, formulieren Hoffnungen und Ängste und entwickeln positive Zukunftsperspektiven. Ergänzend dazu werden Freizeitaktivitäten, persönliche „Schätze“ und kleine Alltagsfreuden als wichtige Kraftquellen thematisiert
Abschließend vermittelt das Modul Orientierung im Hilfesystem. Die Lernenden lernen Beratungs- und Unterstützungsangebote kennen, recherchieren Anlaufstellen zu verschiedenen Problemlagen und erstellen gemeinsam eine „Erste-Hilfe-Liste“ für schwierige Zeiten. Lehrkräfte werden dabei sensibel auf ihre Beobachtungsrolle hingewiesen und dazu ermutigt, bei anhaltenden Auffälligkeiten professionelle Unterstützung einzubeziehen. Insgesamt versteht sich das Modul als praxisnahes, langfristig angelegtes Unterrichtskonzept, das die psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen stärkt und ihre Fähigkeit fördert, das eigene Leben aktiv und zuversichtlich zu gestalten