Der Einstieg gelingt über ein Sozialexperiment, bei dem die Lernenden Regeln sammeln, die für ein Überleben auf einer einsamen Insel notwendig wären. Die Ergebnisse werden mit den Ansätzen des Buches "Lord of the flies" verglichen. Das Video mit einer Zusammenfassung des Buches ist auf dieser Seite von ru-digital im Dropdown Menü eingebettete Medien zu finden.
Antizipierte Ergebnisse:
Rettungssignal aufrechterhalten: Es muss immer ein Signalfeuer brennen, damit vorbeifahrende Schiffe sie sehen und retten können.
Versammlungen mit der Muschel einberufen: Nur derjenige, der die Muschel (Conch) hält, darf sprechen, und die anderen müssen zuhören.
Sichere Unterkunft bauen: Alle müssen beim Bau von Unterkünften mithelfen, um sich vor den Elementen zu schützen.
Hygiene beachten: Die Jungen sollen einen bestimmten Bereich als Toilette nutzen und diesen sauber halten, um die Hygiene zu gewährleisten.
Nahrungsversorgung sicherstellen: Es soll eine Gruppe für die Jagd und das Sammeln von Nahrung verantwortlich sein, um das Überleben zu sichern.
Feuerbewachung organisieren: Es müssen immer einige Jungen am Feuer bleiben, um sicherzustellen, dass es nicht erlischt.
Diese Regeln werden im Laufe der Geschichte oft gebrochen oder vernachlässigt, was zu Chaos und Gewalt führt und letztlich das zentrale Thema des Buches, die Fragilität der Zivilisation und die inhärente Wildheit im Menschen, verdeutlicht.
Im nächsten Schritt wird das Video analysiert und eine Liste von 18 Konzepten und Inhalten wird ausgefüllt. In Gruppen werden die Listen komplettiert und verglichen.
Fishbowl Diskussion:
Über ein fishbowl Format wird dann die Frage nach einer Überarbeitung des christlichen Menschenbildes gestellt. Inwiefern der Mensch dort als grundsätzlich fehlerhafter Sünder dargestellt ist, wird diskutiert. Dann werden fünf Thesen zu einer „neuen” christlichen Anthropologie aufgestellt. Wie soll sich der Mensch ethisch korrekt verhalten?
Antizipierte Ergebnisse:
Nächstenliebe praktizieren: Ein christlicher Mensch soll sich um seine Mitmenschen kümmern, ihnen in Notlagen helfen und Mitgefühl zeigen. Dies basiert auf dem Gebot "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" (Matthäus 22:39).
Vergebung üben: Ein guter Christ soll bereit sein, anderen zu vergeben, selbst wenn diese ihn verletzt haben. Dies folgt dem Vorbild Jesu, der lehrte: "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern" (Matthäus 6:12).
Demut zeigen: Ein christlicher Mensch soll demütig sein und nicht überheblich oder stolz. Jesus selbst sagte: "Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden" (Lukas 14:11).
Gerechtigkeit suchen: Ein guter Christ soll sich für Gerechtigkeit einsetzen und für die Rechte der Unterdrückten eintreten. In Micha 6:8 steht: "Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nichts als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott."
Glaube leben: Ein christlicher Mensch soll seinen Glauben aktiv leben, durch Gebet, Teilnahme an Gottesdiensten und das Studium der Bibel. Der Glaube soll sich in Taten ausdrücken, wie es in Jakobus 2:17 heißt: "So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, tot in sich selber."
Diese Thesen basieren auf biblischen Prinzipien und bieten einen Leitfaden für das Verhalten eines guten Christen.