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lpb Landeszentrale für politische Bildung

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Soziale Gerechtigkeit

Veröffentlichung:1.1.2021

Die Unterrichtseinheit „Soziale Gerechtigkeit durch eine Politik der Chancengleichheit?“ bietet eine fundierte, multiperspektivische Auseinandersetzung mit der Frage, wie soziale Ungleichheit gesellschaftlich legitimiert wird und welche Rolle Chancengleichheit dabei spielt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass soziale Ungleichheiten in Einkommen, Vermögen, Bildung und politischer Teilhabe empirisch klar belegbar sind, ihre Bewertung jedoch stark von unterschiedlichen Gerechtigkeitsvorstellungen abhängt. Das Heft unterscheidet dabei zentrale Konzepte wie Leistungs-, Bedarfs- und egalitäre Gerechtigkeit und zeigt, wie diese jeweils zu unterschiedlichen politischen Forderungen führen


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Ein Schwerpunkt liegt auf der in den letzten Jahrzehnten beobachtbaren Diskursverschiebung: Während früher Umverteilung und Verteilungsgerechtigkeit im Zentrum standen, wird heute zunehmend Chancengleichheit betont. Diese richtet den Blick weniger auf gleiche Ergebnisse als auf gleiche Startbedingungen, insbesondere im Bildungs- und Arbeitsmarktbereich. Mehrere Beiträge machen jedoch deutlich, dass Chancengleichheit soziale Ungleichheit nicht aufhebt, sondern häufig über das Leistungsprinzip legitimiert. So wird argumentiert, dass ungleiche Ergebnisse wieder zu ungleichen Chancen der nächsten Generation führen und reine Chancengleichheitspolitik ohne Umverteilung strukturell an Grenzen stößt.

Die Autorinnen und Autoren vertiefen diese Grundfragen anhand zentraler gesellschaftlicher Felder. Im Bildungsbereich wird gezeigt, dass soziale Herkunft den Bildungserfolg nach wie vor stark beeinflusst, etwa durch frühe Selektionsmechanismen und institutionelle Strukturen. Weitere Beiträge thematisieren soziale Ungleichheit im Steuer- und Abgabensystem, die besondere Betroffenheit von Menschen mit Migrationshintergrund sowie Fragen von Flucht, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Philosophisch reflektiert wird zudem das Spannungsverhältnis von Chancengleichheit und Meritokratie: Eine ausschließlich leistungsbasierte Gesellschaft gefährde Solidarität und demokratische Gleichheit, wenn Leistung moralisch überhöht und soziale Zufälle ausgeblendet werden.

Für den Unterricht bietet das Heft damit eine inhaltlich dichte Grundlage, um Schülerinnen und Schüler für unterschiedliche Gerechtigkeitsbegriffe zu sensibilisieren, politische Kontroversen nachvollziehbar zu machen und die Wechselwirkungen zwischen Bildung, sozialer Herkunft, Demokratie und sozialem Zusammenhalt kritisch zu diskutieren. Besonders geeignet ist es zur Anknüpfung an den Bildungsplan Gemeinschaftskunde, da es theoretische Klärungen konsequent mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Beispielen verbindet

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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