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Adveniat

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Fernando Montes Matte - Chile

Veröffentlichung:25.10.2013

Der 74-jährige Jesuit Fernando Montes leitete über Jahre die katholische Zeitschrift „Mensaje", die von Chiles Nationalheiligem Alberto Hurtado gegründet wurde. Im November und Dezember 2013 ist er Gast der Adveniat-Aktion "Hunger nach Bildung".

Unter dem Motto „Hunger nach Bildung" stellt Adveniat kirchliche Bildungsinitiativen in den Mittelpunkt der Jahresaktion 2013. Kirchliche Initiativen setzen sich für mehr Bildungsgerechtigkeit ein, denn Bildung ist langfristig ein wirksamer Schlüssel gegen Armut. Doch es geht um weit mehr als schulisches Lernen: Ganzheitliches Lernen umfasst auch eine Schulung des Herzens und der Seele.

Das Video porträtiert den Jesuiten und Universitätsrektor Fernando Montes und beleuchtet seine Rolle im Bildungssystem von Chile. Im Zentrum steht seine Kritik an der starken sozialen Ungleichheit im Bildungsbereich, die dazu führt, dass Bildungschancen maßgeblich vom Einkommen der Familien abhängen. Das Medium zeigt, wie Montes sich öffentlich für mehr Gerechtigkeit einsetzt, Studierende unterstützt und selbst an Protesten teilnimmt. Gleichzeitig wird deutlich, dass er Bildung nicht nur als Wissensvermittlung versteht, sondern als umfassenden Prozess, der auch ethische, soziale und kulturelle Aspekte einbezieht. Die katholische Kirche erscheint dabei als wichtige Akteurin, die Werte wie Respekt und Mitgefühl in die Gesellschaft einbringen kann.

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium einen besonders geeigneten Zugang zu Themen wie soziale Gerechtigkeit, Bildung, Verantwortung, Kirche in der Gesellschaft und ethisches Engagement. Lernende können erkennen, dass Bildung ein zentrales Element für Chancengleichheit ist und dass Ungerechtigkeiten strukturelle Ursachen haben können. Didaktisch empfiehlt sich ein Einstieg über die Person von Fernando Montes, um eine biografische Annäherung zu ermöglichen. Anschließend kann die Situation des Bildungssystems analysiert und mit der eigenen Lebenswelt verglichen werden. Methodisch bietet sich eine Kombination aus Filmanalyse, Diskussion und Gruppenarbeit an. Lernende können in Gruppen verschiedene Aspekte erarbeiten, etwa die Ursachen der Bildungsungleichheit, die Rolle der Kirche, die Bedeutung von Protesten oder die Frage, was gute Bildung ausmacht. Eine vertiefende Diskussion kann sich mit der Frage beschäftigen, ob Bildung ein öffentliches Gut oder ein Marktprodukt sein sollte. Ebenso kann die Rolle von Religion im politischen und gesellschaftlichen Diskurs reflektiert werden. Kreative Methoden wie das Entwickeln eigener Forderungen für ein gerechtes Bildungssystem oder das Schreiben einer Rede aus Sicht eines Studierenden fördern die aktive Auseinandersetzung. Lehrkräfte sollten darauf achten, die historischen Hintergründe wie die Auswirkungen neoliberaler Reformen verständlich zu erklären. So kann das Medium dazu beitragen, bei Lernenden ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu entwickeln und sie zu eigenem verantwortlichem Handeln zu ermutigen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

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