Didaktisch eröffnet das Material vielfältige Zugänge für den Religionsunterricht, insbesondere im Hinblick auf ethische Urteilsbildung, Menschenbild und Verantwortung im Umgang mit Technik. Methodisch empfiehlt sich ein problemorientierter Einstieg über eigene Erfahrungen mit KI, um an die Lebenswelt der Lernenden anzuknüpfen. Das Interview kann als zentraler Impuls für eine geleitete Textarbeit genutzt werden, wobei Leitfragen zur Rolle des Menschen und zur Grenze technischer Machbarkeit formuliert werden sollten. In Gruppenarbeitsphasen können Lernende Chancen und Risiken diskutieren und ihre Ergebnisse in Form von Pro und Contra Positionen präsentieren. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit theologischen Fragestellungen, etwa zur Würde des Menschen, zur Verantwortung gegenüber Kranken oder zur Frage, ob Technik menschliche Zuwendung ersetzen kann. Kreative Methoden wie das Erstellen eigener KI Bilder oder die Gestaltung einer Ausstellung fördern eine ästhetische und reflektierende Auseinandersetzung. Abschließend bietet sich eine ethische Urteilsbildung im Plenum an, bei der unterschiedliche Perspektiven bewusst gemacht und bewertet werden.