Klassenstufe: 1–3 (Primarstufe), explizit ausgewiesen; die handlungsorientierten Methoden (Basteln, Pantomime, Rollenspiel, Lied) und die leseunabhängigen Zugänge bestätigen die Eignung auch für Anfangsklassen.Curriculare Einbettung: Anknüpfung an Rahmenlehrplan Evangelische Religion (Berlin-Brandenburg-BSLO), Kompetenzbereiche „Wahrnehmen und deuten", „Erzählen und darstellen", „Urteilen und kommunizieren", „Teilhaben und gestalten". Inhaltlicher Schwerpunkt: Gottesbilder und Menschenbilder, Ich-Identität, Gemeinschaft. Theologisch: Gottesebenbildlichkeit als Grundlage von Wertschätzung. Fächerübergreifend: Sachunterricht (Lebensraum Pinguin), Deutsch (Erzählen, Lesen), Musik (Lied „Du bist du").Methodische Stärken: Der Entwurf nutzt konsequent das Bilderbuch als zentrales Medium in mehreren Lernschritten (Bildbetrachtung, Vorlesesequenzen, Weiterarbeit), ohne es zu zergliedern. Die Nutzung von Pinguinfiguren (basteln, nachspielen) ermöglicht auch nicht schreibenden Kindern vollständige Partizipation. Das Lied „Du bist du" (Jürgen Werth) ist theologisch dicht (Gottesebenbildlichkeit, Einzigartigkeit) und emotional zugänglich. Die Materialien bauen aufeinander auf und schließen mit einem gemeinsamen Visualisierungselement (Herz-Collage, M7) ab.Besonderheiten: Das Material ist dezidiert dem Ansatz der Diversity Education verpflichtet (Petra Wagner) und koppelt diesen explizit an christliche Schöpfungstheologie. Die Entscheidung, gleichgeschlechtliche Elternschaft über eine Tiergeschichte einzuführen, schafft emotionalen Abstand und reduziert Barrieren. Die eingebundene Kampagne „Fürchtet euch nicht!" (Ev. Schulstiftung EKBO) signalisiert kirchliches Engagement für das Thema.Differenzierung: Jüngere oder noch nicht schreibende Kinder arbeiten pantomimisch oder mit den Figuren; ältere können Denkblasen beschriften und Begründungszusammenhänge formulieren. Das Lied eignet sich als rituelles Einstiegs- und Abschlusselement.Mögliche Unterrichtsszenarien: Sequenz über ca. 5–6 Stunden entlang der Bucherzählung; jede Stunde greift ein Thema auf (Freundschaft, Familie, Trennung/Schmerz, Wiedervereinigung/Glück, Einzigartigkeit/Name). Alternativ: Einsatz als Impuls innerhalb einer Einheit zu Familienformen oder Schöpfung.Grenzen: Das Material zielt auf einen dezidiert inklusiven und normativen Religionsunterricht; die explizite Thematisierung gleichgeschlechtlicher Elternschaft kann im schulischen Kontext je nach Elternschaft und Konfessionalität Rückfragen auslösen, auf die Lehrende vorbereitet sein sollten. Eine Rückbindung an das Schulprogramm empfiehlt sich.