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EulenfischMatthias Werner

Eulenfisch,

Matthias Werner

An der Grenze des Sagbaren

Veröffentlichung:1.1.2013

Die Unterrichtssequenz "An der Grenze des Sagbaren" reflektiert auf neun Seiten mit vier Materialien das scheinbare Paradox der vermittelten Unvermittelbarkeit. Negative Theologie versucht Gott dadurch zu beschrieben, indem ausgesagt wird, was er nicht ist. Auch Hildegard von Bingens Visionen bieten Möglichkeiten, sich dem Unbegreiflichen und doch offenbarten Geheimnis zu nähern. Wenn Verständnis hier gelingt, werden die Erlebnisse im AT und NT sowie der Heiligen und Kirchenväter plausibel und sind nicht länger den Naturwissenschaften widersprechende Hirngespinste. Damit wird eine für das nicht nur reproduktive Verständnis der Bibel grundlegende Fähigkeit entwickelt.

Der Film Vision zu Hildegards Leben liegt als Transkription in dem dropdown Menü eingebettete Medien auf dieser Seite vor. Der Film von 2009 ist selbst ist nicht so einfach zu erhalten.

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Als Vorbereitung der Unterrichtssequenz sollte das Problem der vermittelten Unvermitteltheit entwickelt werden. Das Material enthält Möglichkeiten dazu. In einem ersten Schritt wird die Bedeutung der negativen Theologie über M1 untersucht. Ausschnitte der Schriften der Hildegard zu mystischen Erfahrungen mit Gott werden über M2 erarbeitet und dann in die Tabelle M3 eingetragen. Dabei wird die vermittelte Unvermitteltheit des transzendenten Gottvater erfasst. Er ist da und doch nicht. Er ist unfassbar und doch offenbart. Erst in Jesus wird Gott als wahrer Gott und wahrer Mensch als Gottessohn ganz offenbar. Dennoch bleibt der trinitarische Teil des Vaters immer transzendent und unbeschreiblich, alles überschreitend.

Ein letzter Schritt besteht in der Annäherung an die vermittelte Unvermitteltheit. Schilleeckx beschreibt die Annäherung an Gott über eine Art Gottes Erkenntnis, die das frühere Ego und Weltbild zerbricht und dann neu errichtet. Oft schließt sich an das Erlebnis eine Phase des Zweifels und der Reinigung an. Dann, nachdem alle Erfahrungen geordnet und ein neues eigenes christliches Weltbild entstanden ist, tritt eine mystische Vereinigung ein, die jedoch immer den Mangel des nicht Sehens hat. Ein solcher Mangel wurde bei vielen Heiligen durch weitere Visionen behoben. Letztendlich spricht Gott jeden persönlich an und jeder antwortet anders. Dieses Konzept beschreibt einen der Wege zu Gott und bereichert die religiöse Sprachfähigkeit.

Material:

M1 Negative Theologie (Vorarbeit)

M2 Hildegards mystische Erfahrung (Vertiefung 1)

M3 Hildegard von Bingens „VISION“

M4 Edward Schillebeeckx: Über die mystische Erfahrung und den Lebensweg (Vertiefung 2)

Methoden:

Bildanalyse

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Filmwerk

15.10.2021

Umfang: Anregung

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 6. Was ist der Mensch? - Biblischer Zugang.

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 1. Gottesvorstellungen und Gottesbilder.

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

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