Johannes Paul II. schreibt in seinem Brief über die bevorstehende Pilgerfahrt zu Orten, die eng mit der Heilsgeschichte verbunden sind, im Kontext des Großen Jubiläumsjahres 2000. Nach Jahren der Vorbereitung ist es nun an der Zeit für letzte Vorbereitungen, wobei das Jubiläum als tiefe, spirituelle Erfahrung verstanden werden soll. Der Papst betont die Bedeutung heiliger Orte, die besondere Gnadenorte darstellen und die Begegnung mit Gott ermöglichen.
Er beschreibt seine geplante Pilgerreise zu den wichtigsten Stätten der Heilsgeschichte, beginnend mit dem Alten Testament, insbesondere Ur, wo Abraham lebte, und dem Sinai, wo Mose die Zehn Gebote erhielt. Er hebt hervor, dass diese Orte tief mit dem Glauben und der Geschichte des Bundesvolkes verbunden sind.
Für das Neue Testament plant er Besuche in Nazareth, Bethlehem und Jerusalem, den zentralen Orten des Lebens, Leidens und der Auferstehung Jesu Christi. Besonders betont er die Bedeutung des Abendmahlssaals in Jerusalem, wo die Eucharistie eingesetzt wurde und das Pfingstwunder stattfand, als Ursprung der Kirche.
Johannes Paul II. sieht diese Pilgerreise als Möglichkeit, die Heilsgeschichte nachzuvollziehen und das Evangelium lebendig werden zu lassen. Er hofft, dass diese spirituelle Reise nicht missverstanden wird, sondern als tiefe religiöse Erfahrung erkannt wird, die die Gläubigen näher zu Gott führt und die Wurzeln der Kirche verdeutlicht.