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Bistum OsnabrückVandenhoeck-Ruprecht-Verlage

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Gottesbilder und Gottesfrage

Veröffentlichung:1.1.2020

Die Unterrichtseinheit "Gottesbilder und Gottesfrage" reflektiert von Seite 91-118 auf 27 Seiten mit sieben Materialien die Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und Religion. Die Unvereinbarkeit wird von vielen Medien transportiert. Eine achtseitige Einführung vereinfacht die Anwendung.

Hier wird anhand von Star Trek ein solches Beispiel thematisiert. Nach diesem Beispiel werden klassische Religionskritiken erarbeitet. Daraus ergibt sich letztlich eine Versöhnung und Aufgabenteilung mit klar abgegrenzten Zuständigkeiten von Naturwissenschaft und Religion. Auch das Gottesbild wird dabei reflektiert. Gott ist einerseits der uns zugewandte, aber immer auch der transzendente, nicht objektivierbare Gott. Damit dient diese Art der Religionskritik – wie alle anderen auch – dazu, den eigenen Glauben kritisch zu reflektieren.


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Der Einstieg gelingt über den Star Trek Film Der Gott der Mintakaner. Dabei handelt es sich um eine Folge aus Next Generation mit Captian Picard. Dort unterbindet die technisch fortschrittliche Enterprise die Rückkehr einer Stammeskultur zu einer Form von Glauben. Glauben wird dabei eindeutig mit Mittelalter und einer Rückentwicklung einer Gesellschaft assoziiert. Diese Zusammenhänge werden Filmzitaten entnommen und in ein Material mit den Positionen der Protagonisten eingetragen. In einem nächsten Schritt werden Themen Felder assoziiert, mit denen Religion verbunden ist. Dabei wird die Bedeutung von Religion in der Kultur kritisch hinterfragt. Dies geschieht anhand einer Karikatur, in der Bücherregale mit den Titeln Fantasy, Religion und Science Fiktion nebeneinander stehen. In einem nächsten Schritt wird der Kreationismus in den USA unter der Perspektive der Religionskritik untersucht. Dabei wird das Vorurteil des mittelalterlichen Denkens von religiösen Menschen aufgenommen. In einem nächsten Schritt wird dieses Vorurteil bearbeitet, in dem die Aussage der Bibel auf ihre historische Aussagekraft geprüft werden. Dabei werden die Sätze, die Bibel ist…sowie Die Bibel ist nicht…vervollständigt. Ein eigener Cartoon kann dazu erstellt werden. Schmidt Salomon nennt Religion Fake News aus der Vergangenheit. Dieses Zitat wird als Vertiefung diskutiert. In einem nächsten Schritt. Ein weiteres Beispiel von Religionskritik wird mit dem Film Susi Neunmalklug erklärt die Evolution erarbeitet. Anhand des Videos wird die weit verbreitet Vorstellung vom Gegensatz von Religion und Naturwissenschaft verbreitet. Dazu wird ein Schaubild erstellt. Zudem wird Medien Kritik an dem Film geübt. Dabei unterstützt ein Auswertungsmaterial in Tabellenform. Es wird untersucht, welche Mittel der Film einsetzt, um Kinder zu beeinflussen und ein vorurteilsbelastetes Bild von Religion zu verbreiten. Die Ziele der Ersteller werden anhand einer Webrecherche ihrer Homepage erfasst. Sie ist klar Religionsfeindlich und hat sich die Verbreitung dieser Einstellung als Ziel gesetzt. In einem nächsten Schritt wird Hans Küngs Position zum Verhältnis von Religion und Naturwissenschaft in Quellenarbeit erarbeitet. Hier wird die Bibel als Antwort auf existenzielle Fragen erfasst, nicht auf naturwissenschaftliche Fragestellungen. Im nächsten Schritt wird mit Lukrez (99-55 v. Chr.) eine antike Religionskritik erarbeitet. Lukrez nennt Angst vor dem unbegreiflichen als Hauptgrund für Religion. Stattdessen wird das Verständnis der Naturgesetze angeboten. Lukrez Position wird als Bild gezeichnet und ein erläuternder Text entwickelt. In einem nächsten Schritt wird die Gottesvorstellung eines Naturphilosophen erarbeitet. Die Problemstellung ergibt sich wenn Gott als Lückenbüßer immer dort eingesetzt wird, wo etwas unerklärbar ist. Dieser Raum verringert sich mit dem voranschreiten der Naturwissenschaft. Es wird festgestellt, dass Naturwissenschaften nicht für Sinnfrage zuständig sind. Die Extremisten bauen dabei zwei Positionen auf. Die neuen Atheisten formulieren: Gott kommt in den Formeln der Physik nicht vor, also gibt es ihn nicht. Der Fundamentalismus argumentiert: Es gibt Gott, also muss er in den Formeln der Physik vorkommen. Beides ist ein abergläubischer Essentialismus. Ein Rückbezug findet nun statt, indem diese Erkenntnisse auf die Protagonisten der Star Trek Folge angewendet werden. Die bisher ermittelten Argumente sollen in die Entwicklung eines Dialogs der Protagonisten zum Lückenbüßergott einfließen. In einem nächsten Schritt wird die Position des neuen Atheismus erarbeitet, der versucht Religion mit Gewalt zu verknüpfen. Diese Position soll in einer Web Recherche mit Beispiele aus Bildern und Karikaturen belegt werden. Diese Bilder werden interpretiert und den Argumenten der neuen Atheisten zugeordnet. In einem weiteren Schritt wird die These von der Verbindung von Religion und Gewalt anhand von drei Argumenten zum Missbrauch von Religion untersucht. Das eigene aufwerten und Abwerten anderer ermöglicht Machtgewinn. Menschen können durch diesen Aufbau von Feindbildern gegeneinander ausgespielt werden und sind leichter bereit zu kämpfen. Eine Verhandlung mit dem Bösen ist nicht möglich, so können Konflikte nicht friedlich beigelegt werden. Außerreligiöse Konflikte werden mit pseudoreligiösen Argumenten in Gewalt überführt, um bestimmte Personenkreise zu bereichern. Zu einem der Bilder wird ein Post oder Kurzvideo erstellt, in dem auf Gewaltvorwürfe der Religionen geantwortet wird. In einem letzten Schritt wird Immanenz und Transzendenz behandelt. Dies geschieht anhand eines Zitates von Juri Gagarin über Gottes Abwesenheit im Weltall. Abschließend wird unter Einbezug aller Inhalte ein Artikel mit Bild zum Verhältnis von Religion und Naturwissenschaft erstellt. Vertiefend kann die Drei Stadien Theorie von Auguste Comte über gesellschaftliche Entwicklung untersucht werden. Seiner Theorie nach wird Religion im positivistischen wissenschaftlichen Gesellschaftsstadium nicht mehr benötigt. Diese Theorie wird auf Basis der bisher erarbeiteten Kenntnisse kritisiert.


Material:

M1a Der Gott der Mintakaner

M1b Der Gott der Mintakaner

M2 Der Gott der Mintakaner

M3 Verständnis der Religion

M3a Michael Schmidt-Salomon, Die Geschichte von Eva und dem Apfel, der keiner war

M3b Christian Schramm, Was die Bibel ist und was sie nicht ist …

M4a Erklärfilm Susi Neunmalklug erklärt die Evolution

M4b Hans Küng Naturwissenschaft und Theologie

M5 Antike Religionskritik - Lukrez

M5b Hans-Dieter Mutschler, Bitte zurücktreten!

M6a Sam Harris, Gewalt und Religion

M6b Religion und Gewalt

M7 Juri Gagarin – Gott habe ich dort oben nicht gefunden

M8 Zusatz Z1: Auguste Comte Das Drei Stadien Gesetz

Hessen

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Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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