Wolfgang Reinbold lädt Hamideh Mohagheghi ein, um zu erklären, in welchen Bereichen islamisches Recht („Scharia“) und deutsches Zivilrecht koexistieren – z. B. im Familienrecht oder Erbrecht – und wo das eine dem anderen untergeordnet ist. Dabei geht es um Fragen wie: Welche Priorität hat deutsches Gesetz, wenn Gebote oder religiöse Vorschriften im Widerspruch stehen?
Unterrichtsideen:
Diskussionsrunde: Einstieg mit provokanter Frage: „Darf jemand Sharia-Recht nach deutschem Recht verlangen?“ – anschließend Video zeigen.
Gruppenarbeit: Schülerinnen und Schüler erarbeiten je ein Beispiel (z. B. Erbrecht, Ehe, Ernährungsvorschriften) und diskutieren: Wie ist der Konflikt gelöst?
Rollenspiel: Zwei Gruppen übernehmen Rollen: „deutsches Gericht“ vs. „Kulturelle/religiöse Interessen“. Sie verhandeln einen konkreten Fall (z. B. Scheidung, Sorgerecht).
Fächerübergreifend: Verbindung zu Ethik/Gesellschaftskunde – Debatte darüber, wie moderne Rechtsstaaten Vielfalt und Religionsfreiheit ausbalancieren.
Reflexion schriftlich: „In meiner Heimat würde religiöses Recht gelten. Wie würde ich mich hier fühlen – welche Freiheiten/Begrenzungen nehme ich wahr?“