Für den katholischen Religionsunterricht bietet sich das Medium an, um Schülerinnen und Schüler mit einer zentralen Kontroverse der Alten Kirche vertraut zu machen, die bis heute theologisch relevant ist. Didaktisch eignet sich der Einsatz sowohl zur Erarbeitung der kirchlichen Lehre von den Sakramenten als auch zur Reflexion über Fragen der Glaubwürdigkeit von Kirche und Amtsträgern in Krisenzeiten. Methodisch kann das Video zunächst als Impuls dienen, um das Problem anhand von Leitfragen (z. B. „Muss ein Priester heilig sein, damit das Sakrament gültig ist?“) im Plenum zu diskutieren. Anschließend können Arbeitsgruppen die Positionen von Donatisten und Augustinus erarbeiten und in einer kontroversen Diskussion (z. B. Streitgespräch, Rollenspiel) darstellen. Eine Vertiefung ist möglich, indem die Schüler Verbindungen zu aktuellen Krisen in der Kirche (Missbrauchsskandal, Glaubwürdigkeitsprobleme) ziehen und reflektieren, inwiefern die historische Auseinandersetzung Orientierung für heutige Fragen bieten kann. Differenzierung kann durch unterschiedliche Niveaustufen der Materialien erfolgen, z. B. Textquellen für leistungsstärkere Lernende und strukturierte Arbeitsaufträge mit Schaubildern für andere.