In den 15 Stationen wird der Leidensweg Jesu kindlich erzählt und jeweils durch die Gedanken der Kinder ergänzt, deren Bilder den Kreuzweg begleiten. Jesus wird verurteilt, trägt das schwere Kreuz, fällt mehrmals und begegnet Menschen, die ihn entweder verspotten oder trösten. Immer wieder wird betont, wie wichtig Mut, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Trost sind: Kinder lernen, Ungerechtigkeit nicht hinzunehmen, aufmerksam für Leid zu sein, anderen beizustehen und selbst Hoffnung zu schöpfen.
Die Begegnungen mit Maria, Simon von Cyrene, Veronika oder den weinenden Frauen zeigen, wie Trost und Nähe Kraft schenken können. Gleichzeitig werden schwierige Erfahrungen thematisiert – Schmerz, Ausgeliefertsein, Beschämung oder Ohnmacht, etwa wenn Jesus seiner Kleider beraubt wird oder ans Kreuz genagelt wird. Die Kinderzeichnungen auf den jeweiligen Seiten verdeutlichen das Mitgefühl und die Nachvollziehbarkeit dieser Erfahrungen, etwa wenn die Bilder starke Traurigkeit, düstere Farben oder tröstende Gesten darstellen
In den letzten Stationen stehen Tod, Trauer und Abschied im Mittelpunkt. Maria hält ihren toten Sohn im Schoß, die Jünger sind verzweifelt, und der Kreuzweg scheint zu Ende zu sein. Dabei wird Raum gegeben, über eigene Erfahrungen von Verlust und Traurigkeit nachzudenken. Eine meditative Körperübung lädt dazu ein, sich zu verwurzeln, sich zu öffnen, andere zu spüren und miteinander ein Kreuz der Verbundenheit zu bilden.
Schließlich mündet der Kreuzweg in die Osterbotschaft: Der Engel verkündet den Frauen am Grab, dass Jesus auferstanden ist. Diese Auferstehung wird als Hoffnung über den Tod hinaus beschrieben – ein Hoffnungszeichen, das Kindern Mut macht und ihnen zeigt, dass Gottes Liebe stärker ist als alle Dunkelheit.