Für den Religionsunterricht ist das Medium in besonderer Weise geeignet, weil es globale Zusammenhänge kindgerecht, anschaulich und emotional zugänglich macht. Es eröffnet Lernenden einen konkreten Zugang zu den Themen Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit, Solidarität, Frieden und weltkirchliches Lernen. Der Film kann als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu „Eine Welt“, „Klimagerechtigkeit“, „Bewahrung der Schöpfung“ oder „Sternsinger und weltweite Hilfe“ eingesetzt werden. Didaktisch bietet es sich an, zunächst die Perspektive der Lernenden aufzunehmen, etwa durch ein Gespräch über den eigenen Umgang mit Wasser, über Alltagsgewohnheiten oder über die Frage, was Menschen zum Leben wirklich brauchen. Im Anschluss kann der Film in Abschnitten angesehen werden, sodass einzelne thematische Schwerpunkte gezielt bearbeitet werden können: Wasser als Lebensgrundlage, Folgen des Klimawandels, Aufgabenverteilung in Familien, Schulbildung, Friedensarbeit oder kirchliche Hilfe. Methodisch eignen sich Gesprächsphasen, Partner- und Gruppenarbeit, Standbilder, Perspektivwechsel sowie kreative Schreibaufgaben, etwa ein Tagebucheintrag aus der Sicht von AET oder eines Kindes am Turkanasee. Auch der Vergleich zwischen der Lebenswelt in Kenia und dem eigenen Alltag der Lernenden ist ergiebig, weil dadurch globale Ungleichheiten sichtbar und reflektierbar werden. Eine Vertiefung im religiösen Lernen kann über biblische Bezüge zu Wasser, Gerechtigkeit, Frieden und Schöpfung erfolgen. Ebenso lässt sich herausarbeiten, dass christlicher Glaube nicht nur im Reden, sondern im konkreten Handeln sichtbar wird, etwa im Einsatz der Sternsinger oder in kirchlichen Friedens- und Hilfsprojekten. Wichtig ist eine sensible Begleitung, da Armut, Hunger und Zukunftsangst emotional berührend sein können; deshalb sollten Phasen der persönlichen Reflexion, des Austauschs und der Ermutigung bewusst eingeplant werden. Besonders gewinnbringend ist das Medium dort, wo nicht nur Betroffenheit erzeugt, sondern auch Handlungsfähigkeit gestärkt wird, etwa durch Projekte zu Wasserschutz, Klimaschutz oder solidarischem Handeln im schulischen und kirchlichen Kontext.