Dieses Podcast thematisiert den Vertrauensverlust in Gott und die Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Theologie nach Auschwitz mit dem abwesenden, ohnmächtigen Gott wird diskutiert. Die Gottesfrage und die Theodizee sind Thema des Podcasts. Das Gottesbild dieser Generation schien angesichts der Mordkatastrophe zu zerbrechen. Gott wird als ohnmächtig trauernd gegenüber diesem Mord aus freiem Willen gezeigt.
Ein Mann kommt nach Deutschland. Er war lange weg, der Mann. Sehr lange. Vielleicht zu lange. Und er kommt ganz anders wieder, als er wegging. Einer von denen, die nach Hause kommen und die dann doch nicht nach Hause kommen, weil für sie kein Zuhause mehr da ist. Und ihr Zuhause ist dann draußen vor der Tür.
Der am 20. Mai 1921 in Hamburg geborene Schriftsteller weiß, wovon er redet. Denn der Kriegsheimkehrer „draußen vor der Tür“ mit Namen Beckmann ist zu einem guten Teil Borchert selbst. Ebenso wie sein Held hat er den Irrsinn des Zweiten Weltkriegs als Soldat an der Ostfront hautnah miterlebt. Er gehört zu jenen körperlichen und seelischen Wracks, die von den krankhaften Welteroberungsplänen der Nationalsozialisten erzeugt wurden.