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Der Synodale Weg

Eine Wegmarke auf dem Weg der Kirche durch die Zeit?

Veröffentlichung:1.2.2022

Die Unterrichtseinheit "Der Synodale Weg" auf 13 Seiten von Seite 64 bis 77 mit 14 Materialien untersucht in zwei Modulen die Geschichte der deutschen Synoden und deren multiperspektivische Interpretation. Zudem erfolgt eine Meinungsbildung zum aktuellen synodalen Prozess auf Basis der vorher erarbeiteten Zusammenhänge der Geschichte.

Dabei steht der gemeinsame Prozess der Weiterentwicklung der Kirchenstruktur im Vordergrund. Konservative und fortschrittliche Kräfte sollen zusammenwirken. Die Kirche ist nicht das Reich Gottes. Inwiefern sie positiv oder negativ gewertet werden kann, wird erarbeitet. Die Kirche erkennt ihre Schuld in verschiedenen geschichtlichen Zusammenhängen an. Ob dies ein Grund sein kann, Inhalte des Glaubens aufzugeben und das Priesteramt demokratisch zu verteilen, wird diskutiert.

Ein tabellarischer Unterrichtsentwurf erleichtert die Anwendung.

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Der Einstieg gelingt durch eine vorbereitende Haus ufgabe. Dabei werden Bilder gesammelt, die mit Kirche heute verbunden werden. Daraus entsteht eine Collage.

Der nächste Schritt untersucht biblische Zitate zur Konstitution der Kirche. Dabei werden verschiedene Perspektiven zum Zitat " jesus verkündete das Reich Gottes gekommen ist die Kirche" bearbeitet. Interpretationsmöglichkeiten reichen von "Gott sei dank" über "immerhin, besser als nichts" bis zu "enttäuschend genug".

Der Einstieg gelingt durch eine vorbereitende Hausaufgabe. Dabei werden Bilder gesammelt, die mit Kirche heute verbunden werden. Daraus entsteht eine Collage.

Der nächste Schritt untersucht biblische Zitate zur Konstitution der Kirche. Dabei werden verschiedene Perspektiven zum Zitat " Jesus verkündete das Reich Gottes gekommen ist die Kirche" bearbeitet. Interpretationsmöglichkeiten reichen von "Gott sei dank" über "immerhin, besser als nichts" bis zu "enttäuschend genug".

Ein weiterer Schritt enthält ein Gruppenpuzzle mit Quellenarbeit und Internetrecherche an den Materialien Q1 bis Q8. Diese enthalten biblische Texte aus Galater, der Apostelgeschichte, Quellentexte aus Synoden des Mittelalters und der Neuzeit. Dabei wird auch auf den Konziliarismus und die Reformation eingegangen. Texte aus "lumen gentium" und der Beschluss der Würzburger Synode zeigen synodale Tätigkeit in der neueren Geschichte. Ideen zur Arbeit mit diesem Quellen sind auf Seite 69 hinterlegt. Dort werden drei beispielhafte Konzepte angeboten.

Die Texte untersuchen Reformversuche der deutschen Kirche vom Mittelalter bis heute. Dabei werden verschiedene konservative Gruppen untersucht und dargestellt, die Veränderungen verhindern wollen. Andere Gruppen sind an schnellen Anpassungen an gesellschaftliche Realitäten interessiert. Diese beiden Haupt Perspektiven sollen Ausgleich finden und gemeinsam an einer Weiterentwicklung von Kirche arbeiten. Dies zeigt sich besonders in den Texten zur Reformation.

Eine sehr kompetente Lerngruppe kann selbstständig mit Bezug auf das Zitat "Jesus verkündete das Reich Gottes gekommen ist die Kirche" ich wählen erarbeiten. Dabei wird eine der drei Perspektiven begründet und Argumente dazu werden gesammelt.

Eine zweite Möglichkeit besteht in der Einordnung der Texte in den historischen Zusammenhang. Dann werden in Gruppenarbeit Fragen zur Entwicklung der Kirche und ihrer Synoden in Deutschland gesammelt und gemeinsam diskutiert.

Eine dritte Möglichkeit bietet für eine schwächere Lerngruppe eine Internetrecherche zu Begriffen wie Synode etc. an. Dazu liegt auf Seite 70 eine Anleitung zur Textanalyse bei. Dabei wird erklärt, die komplexe Texte unterteilt und analysiert werden.

In einem abschließenden Schritt werden in T1 bis T4 vier Perspektiven zum synodalen Prozess vom Mittelalter bis heute angeboten. Im Schuldbekenntnis Hadrians zur Christenverfolgung. Daran wird die Schuld von Priestern und oberen der Kirche und deren Missbräuche von Macht schon 1522 thematisiert. Eine Reform der Kurier wird angeregt.

Die Vergebensbitte von Papst Johannes Paul II. zeigt eine weiteres Schuldeingeständnis der Weltkirche angesichts ihres Verhaltens z.B. gegenüber religiösen Minderheiten und im Kolonialismus auf.

Ein weiterer Text zeigt Dokument im Wandel. Wie wird das Zweite Vatikanische Konzil thematisiert. Die Öffnung der Kirche soll die Reformen versprochen worden endlich umsetzen, ohne das Wesen der Kirche zu verlieren. Ämter dürfen nicht vor Argumenten Geltung haben. Radikaler Konservatismus die soll nicht gegen radikalen Evolutionismus ausgespielt werden. Beide müssen zusammen einen Weg für die Kirche des 21 Jahrhunderts zwischen Bewahrung und Evolution finden. Der Anspruch des "semper reformanda (immer sich erneuern)" wird nicht genannt steht aber damit im Zentrum dieses Textes.

Ein letzter Text und 2019 stellt die zentrale Fragen des Glaubens und die Einheit der katholischen Kirche aller Jahrhunderte in den Vordergrund. Dabei werden dem Synodalen Prozess aber auch Grenzen aufgezeigt. Das Priesteramt ist nicht demokratisch zu vergeben wie ein Regierungsamt. Hier endet der Kompromiss. Es soll nicht der Glaube und die Kirche verändert werden, sondern Weg gefunden werden, wie alle Christen dem Weg des Evangeliums besser folgen können.

Material:

Impuls 1 Synodalität im Lichte des Briefes von Papst Franziskus

Impuls 2 Alle meine Befürchtungen eingetreten

Q1 Apostelkonzil

Q2 Regionalsynoden im frühen MA

Q3 Konziliarismus

Q4 Konziliarismus

Q5 Luther

Q6 Vatikanum I: Aus Konstitution Pastor Aeternus

Q7 Vaticanum II: Aus der Dogmatischen Konstitution „Lumen Gentium“ (1963)

Q8 Würzburger Synode: Beschluss „Dienste und Ämter“ (1975)

T1 Schuldbekenntnis I: Das „Schuldbekenntnis Hadrians“ (25. November 1522)

T2 Schuldbekenntnis II: Vergebungsbitte von Papst Johannes Paul II.

T3 Michael Seewald: Dogma im Wandel. Wie Glaubenslehren sich entwickeln

T4 Predigt von Bischof Voderholzer am 31.12.2019

Hessen

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Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.5 Fragen an Kirche – umstrittene Kirche.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 7. Zukunft der Glaubenden.

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