RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
pti

pti

How dare you

Veröffentlichung:1.1.2021

Die Unterrichtseinheit "How dare you" mt 28 Seiten und 8 Materialien behandelt die Zukunft der Menschheit über eine Rede von Greta Thunberg zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Zudem werden Konzepte der sechs großen Weltreligionen zum Thema Schöpfung Umweltschutz und Zukunft der Menschheit aus dem Material erarbeitet. Dazu kann auch eine Webrecherche stattfinden in der Projekte gesammelt werden, welche diesen Religionen zum Thema Nachhaltigkeit unterstützten. Auch die UN Ziele für Nachhaltigkeit werden thematisiert.

Der Ablauf der verschiedenen Lernwege wird durch ein eigenes Material mit dem Namen Rudis roter Faden vorgestellt. Das Material in Form einer Mindmap kann auch im Unterricht selbst Verwendung finden um den Ablauf zu verdeutlichen.

Products

Der Einstieg gelingt über einen stillen Impuls zu einem Plakat mit einer großen Menge Menschen die offensichtlich demonstrieren. Der Bezug zu Fridays for future wird hergestellt. Dann wird Rede von Greta von Thunberg aus dem Material erarbeitet.


Antizipierte Ergebnisse:

M1 Ein Gespräch nach der Demo

In dem Gespräch zwischen Opa Rudi und den beiden Jugendlichen, Rudiw und Rudim, wird deutlich, dass die Schule eine wichtige Rolle beim Thema Umweltschutz und Klimawandel spielt. Hier ist eine Zusammenfassung der Schulfächer, in denen sich die Jugendlichen bereits mit dem Thema befasst haben:

Biologie und Geographie: Die Jugendlichen haben in diesen Fächern über Fakten wie die Veränderung des Klimas gesprochen. Sie haben wahrscheinlich auch Themen wie Klimazonen, Umweltverschmutzung und ökologische Zusammenhänge behandelt.

Gesellschaft und Klassenrat: Hier haben sie über Bewegungen wie "Fridays for Future" gesprochen, die von der schwedischen Jugendlichen Greta Thunberg ins Leben gerufen wurde. Es ging um das Engagement junger Menschen für den Umweltschutz und die Dringlichkeit der Situation.

Religion: In diesem Fach haben die Jugendlichen diskutiert, dass in vielen Religionen bereits seit langem Warnungen und Aufgaben für den Schutz der Erde vorhanden sind. Dies zeigt, dass Umweltschutz auch eine spirituelle und ethische Dimension hat.

Rudi*m hat abschließend angemerkt, dass Kinder und Jugendliche oft nicht genug politische Stimme haben und dass dies geändert werden sollte. Er betont die Wichtigkeit, sich auf verschiedenen Ebenen zu informieren, da es um die Zukunft aller geht.


Diskussion zu Rudi*ms Beitrag: Hat er Recht?

Rudi*m bringt mehrere wichtige Punkte zur Diskussion:

Mangelnde politische Stimme der Jugend: Es stimmt, dass junge Menschen oft nicht die gleiche politische Mitsprache haben wie Erwachsene. Dennoch betrifft der Klimawandel vor allem ihre Zukunft, weshalb es wichtig ist, dass ihre Stimmen gehört werden.

Notwendigkeit umfassender Bildung: Er argumentiert, dass es entscheidend ist, dass Schulen Themen wie Umweltschutz in verschiedenen Fächern behandeln. Nur so können Kinder und Jugendliche ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen entwickeln und motiviert werden, aktiv zu werden.

Ethische und spirituelle Dimension: Rudi*m hebt hervor, dass auch Religionen wichtige Lehren zum Schutz der Umwelt bieten. Dies zeigt, dass der Umweltschutz nicht nur eine wissenschaftliche, sondern auch eine moralische Dimension hat.

Insgesamt scheint Rudi*m in seinen Argumenten richtig zu liegen. Eine umfassende Bildung über Umweltthemen in der Schule kann nicht nur das Wissen der Schüler erweitern, sondern auch ihr Bewusstsein und ihre Bereitschaft fördern, sich für den Umweltschutz einzusetzen. Die Forderung nach einer stärkeren politischen Mitsprache junger Menschen in umweltrelevanten Entscheidungen ist ebenfalls berechtigt, da sie die Hauptbetroffenen zukünftiger Entwicklungen sind.


M2 Greta Thunberg: How dare you?

Antizipierte Ergebnisse:

4. Worum geht es Greta in ihrer Rede?

Greta Thunberg spricht in ihrer Rede beim Klimagipfel der Vereinten Nationen über mehrere zentrale Themen:


Klimagerechtigkeit: Sie kritisiert die Erwachsenen und politischen Führer dafür, dass sie nicht genug tun, um den Klimawandel zu bekämpfen, und dass sie die Zukunft der jungen Generationen gefährden.

Versagen der Erwachsenen: Greta betont, dass die Erwachsenen und politischen Entscheidungsträger die jungen Menschen im Stich lassen, indem sie leere Versprechungen machen und nicht angemessen handeln, um die Klimakrise zu bewältigen.

Dringlichkeit des Handelns: Sie stellt klar, dass technische Lösungen und das Prinzip des "Weiter so" nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen. Sie fordert radikale Veränderungen und sofortiges Handeln ein.

Verantwortung der aktuellen Generationen: Greta weist darauf hin, dass die heutigen Entscheidungen und Emissionen eine enorme Belastung für zukünftige Generationen darstellen und dass dies ungerecht und unverantwortlich ist.


5. Gesprächsimpulse: Auf wen richtet sich die Wut konkret? Ist sie berechtigt?

In Gretas Rede und den Gesichtern der Demonstrierenden zeigt sich eine deutliche Wut. Diese richtet sich konkret auf:

Politische Entscheidungsträger: Greta kritisiert die politischen Führer und Entscheidungsträger, die trotz klarer wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht ausreichend handeln und die Interessen der Zukunftsgenerationen vernachlässigen.

Erwachsene Gesellschaft: Die Wut richtet sich auf die gesamte erwachsene Gesellschaft, die bisherige Umweltzerstörung zugelassen hat und nicht genug tut, um die Klimakrise zu stoppen.

Systeme und Strukturen: Auch das Wirtschafts- und politische System wird kritisiert, da es oft auf kurzfristigen Gewinn ausgerichtet ist und langfristige ökologische Nachhaltigkeit vernachlässigt.

Die Wut der jungen Menschen, wie von Greta Thunberg ausgedrückt, ist berechtigt, da sie die Folgen des Klimawandels am stärksten betreffen werden und sich durch politische Entscheidungen und die Handlungen der Erwachsenen unzureichend geschützt fühlen.


6. Diskutiert: Was hat Gretas Rede bewirkt?

Gretas Rede beim Klimagipfel der Vereinten Nationen hat weltweit Aufmerksamkeit erregt und eine Reihe von Wirkungen gehabt:

Bewusstseinsbildung: Sie hat das Bewusstsein für die Dringlichkeit der Klimakrise bei vielen Menschen weltweit geschärft.

Mobilisierung von Jugendlichen: Greta hat eine globale Bewegung inspiriert, darunter "Fridays for Future", bei der junge Menschen weltweit für den Klimaschutz demonstrieren.

Politische Auswirkungen: Die Rede hat Druck auf politische Entscheidungsträger ausgeübt, mehr Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen, und hat zu politischen Diskussionen und Initiativen geführt.

Medienpräsenz und öffentliche Diskussion: Die Rede wurde international in den Medien diskutiert und hat zu einer breiten öffentlichen Diskussion über den Klimawandel und die Notwendigkeit von Maßnahmen geführt.

7. Sind Gretas Vorwürfe eigentlich berechtigt? Nimm schriftlich Stellung.

Ja, Gretas Vorwürfe sind berechtigt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel sind klar und eindeutig. Die bisherigen Maßnahmen der Politik und der Gesellschaft sind jedoch unzureichend, um die Klimakrise zu bewältigen. Die heutigen Entscheidungen und Emissionen haben direkte Auswirkungen auf zukünftige Generationen, die mit den Konsequenzen leben müssen. Es ist daher gerechtfertigt, dass junge Menschen wie Greta Thunberg ihre Stimme erheben und eine radikalere Politik zum Schutz des Klimas fordern.

8. Werde kreativ mit einer Vision: Wie sähe eine Welt aus, in der wir unser Handeln an den Prinzipien Gleichheit und Klimagerechtigkeit ausrichten und nicht am Wirtschaftswachstum?

In einer Welt, die sich an den Prinzipien von Gleichheit und Klimagerechtigkeit orientiert:

Nachhaltigkeit als Kernwert: Die Gesellschaft würde Nachhaltigkeit und den Schutz des Ökosystems über wirtschaftliches Wachstum stellen.

Gerechte Verteilung der Ressourcen: Es gäbe ein System, das sicherstellt, dass Ressourcen gerecht verteilt werden, sowohl global als auch innerhalb der Gesellschaften, um soziale Ungleichheiten zu verringern.

Investition in erneuerbare Energien: Es würde eine massive Investition in erneuerbare Energien und grüne Technologien geben, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Internationale Zusammenarbeit: Die Länder würden zusammenarbeiten, um globale Umweltprobleme anzugehen, anstatt sich in wirtschaftlichem Wettbewerb zu bekämpfen.

Bildung und Bewusstsein: Bildung über Umweltfragen und nachhaltiges Handeln wäre integraler Bestandteil des Lehrplans, um das Bewusstsein und die Verantwortung für die Umwelt zu fördern.

Eine solche Welt wäre nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern auch sozial gerechter und würde den Bedürfnissen der heutigen und zukünftigen Generationen gerecht werden.


M3 Klimafakten heute – Eine Collage erstellen

Im nächsten Schritt wird eine Collage zu Klimaproblemen heute erstellt. Dazu wird im Internet und in anderen Medien recherchiert.



M4 Tatanka Iyotake: Was sie tun, ist nicht heilig!

Antizipierte Ergebnisse:

1. Unterstreiche: Welche Wörter / Sätze erreichen dein Herz? Welche wecken deinen Widerspruch? Erkläre das den anderen.

Die Rede von Tatanka Iyotake enthält starke emotionale und kritische Passagen. Wörter und Sätze, die mein Herz erreichen könnten:


"Jeder Same, jedes Tier ist erwacht."

"Sie waren wenige und schwach, als unsere Großeltern die ersten von ihnen trafen; jetzt aber sind sie viele und sie sind stark und überheblich."

"Sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit."

Diese Passagen verdeutlichen die tiefe Verbundenheit mit der Natur und den Ausdruck von Sorge über den Einfluss der europäischen Siedler auf die Umwelt und Lebensweise der indigenen Völker.


Widerspruch könnte bei der Aussage "Was sie tun, ist nicht heilig!" entstehen. Diese Formulierung kann als stark religiös oder spirituell interpretiert werden, was für einige möglicherweise nicht überzeugend ist, da sie auf nicht-religiöse oder nicht-spirituelle Werte setzen.


2. Arbeitet heraus, welche Einstellung Tatanka Iyotake zu seiner Umwelt hat.

Tatanka Iyotake, auch bekannt als Sitting Bull, zeigt eine tiefe Verbundenheit und Ehrfurcht vor der Natur. Er betrachtet die Erde nicht als Besitz, sondern als lebendiges Wesen, das mit allen Lebewesen geteilt werden sollte. Er kritisiert die europäischen Siedler dafür, dass sie die Natur ausbeuten, sie beschmutzen und ihre eigenen materiellen Interessen über die Bedürfnisse der Umwelt und der indigenen Gemeinschaften stellen.


3. Geht Satz für Satz durch den letzten Absatz der Rede. Erklärt, was Tatanka Iyotake dort kritisiert.

Der letzte Absatz der Rede lautet:

"Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf dass sie aufs Neue gebären soll. Die Menschen sind wie ein gewaltiger Fluss zur Zeit der Überflutung. Er tritt über die Ufer und zerstört alles auf seinem Weg. Was sie tun, ist nicht heilig!"

Hier kritisiert Tatanka Iyotake die europäischen Siedler dafür, dass sie die Erde durch ihre Siedlungen und ihren Müll verschmutzen. Die Erde wird in dieser Metaphorik als "unsere Mutter" personifiziert, die unter dem Einfluss der Siedler leidet. Er beschuldigt sie auch der Übernutzung und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, ohne Respekt vor der Balance der Natur zu haben. Seine Aussage "Was sie tun, ist nicht heilig!" bezieht sich darauf, dass ihr Verhalten gegen die spirituellen und moralischen Prinzipien verstößt, die seiner Kultur und Weltanschauung zugrunde liegen.


4. Vergleicht die Rede von Tatanka Iyotake mit der Rede von Greta. Berücksichtigt dabei, zu welcher Zeit die Reden jeweils gehalten wurden.

Tatanka Iyotakes Rede wurde im 19. Jahrhundert gehalten, als die indigenen Völker Nordamerikas mit der Kolonisierung und der Bedrohung ihrer Lebensweise konfrontiert wurden. Er sprach über die direkten Auswirkungen der Siedler auf die Umwelt und das Leben der indigenen Völker.

Gretas Rede wurde im 21. Jahrhundert gehalten und fokussiert sich auf die globale Klimakrise und die mangelnde politische Reaktion darauf. Sie spricht für zukünftige Generationen und fordert dringende Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und des Klimas.

Beide Reden teilen die gemeinsame Sorge um die Umwelt und die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Tatanka Iyotake spricht von einer direkten Bedrohung durch die Siedler, während Greta Thunberg die Passivität und Untätigkeit der heutigen politischen Führer kritisiert.


5. Gesprächsimpuls: Im letzten Satz sagt Tatanka Iyotake: „Was sie tun, ist nicht heilig!“. Was meint er damit? Er könnte doch einfach sagen: „Was sie tun, ist nicht richtig“. Oder?

Mit dem Ausdruck "nicht heilig" geht Tatanka Iyotake über die bloße Feststellung von Fehlverhalten hinaus. Für ihn hat die Erde eine spirituelle Bedeutung und ist nicht nur ein Objekt, sondern ein lebendiges Wesen, das respektiert und geehrt werden sollte. Indem er sagt, dass ihr Verhalten "nicht heilig" ist, zeigt er an, dass es nicht nur moralisch falsch ist, sondern auch eine Verletzung der spirituellen Ordnung darstellt, die seiner Kultur zufolge existiert.


6. Schreibe wie Tatanka eine Rede. Nutze dafür, was du im Unterricht erarbeitet hast.

Seht, meine Brüder und Schwestern,

die Sonne hat die Erde umarmt und erwärmt sie mit ihrer Liebe. Die Frühlingswinde tragen den Duft von neuem Leben zu uns. Die Welt erwacht zu neuem Leben, jedes Tier, jeder Baum ist Zeuge dieser wundervollen Schöpfung.

Doch während wir in Harmonie mit der Natur leben und unsere Mutter Erde ehren, sehen wir uns einer neuen Art gegenüber. Sie kamen zu uns in Frieden, doch nun sind sie viele und stark geworden. Ihre Augen sind blind vor Gier, ihre Herzen blind vor Respekt für das Leben um sie herum.

Sie behaupten, unsere Mutter Erde gehöre ihnen allein. Sie zäunen das Land ein und verschmutzen es mit ihren Eisenbahnen und Fabriken. Sie nehmen mehr, als die Erde geben kann, und lassen nichts als Abfall und Zerstörung zurück.

Ihre Handlungen sind wie ein wilder Fluss, der über seine Ufer tritt und alles auf seinem Weg zerstört. Sie verschmutzen die Luft, vergiften die Gewässer und hinterlassen ihre Spuren tief in der Erde.

Was sie tun, ist nicht nur falsch, es ist nicht heilig! Sie haben vergessen, dass wir alle Teil eines größeren Ganzen sind, dass jede Handlung Konsequenzen hat und dass wir nur Gäste auf dieser Erde sind, die sie von zukünftigen Generationen geliehen haben.

Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, unsere Mutter Erde zu schützen und zu bewahren, wie es unsere Vorfahren uns lehrten. Möge unser Handeln von Respekt und Liebe geleitet sein, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder in dieser wundervollen Welt leben können.


M5 Quellen: Was sagen die Religionen?

Im fünften Schritt werden alle bedeutenden Religionen der Welt auf ihren Umgang mit der Schöpfung untersucht: Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus, Aleviten und Hinduismus. Es wird geprüft ob sie zum Umweltschutz aufrufen und welche Inhalte sie zur Rettung der Welt anbieten.


Antizipierte Ergebnisse: Inhaltliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der religiösen Quellen zum Umweltschutz:


Gemeinsamkeiten:

Verantwortung des Menschen: Alle betrachteten Religionen betonen die Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung. Der Mensch wird als Hüter und Bewahrer der Erde angesehen.

Gottgegebener Auftrag: In Judentum, Christentum und Islam wird der Mensch explizit dazu aufgefordert, die Erde zu bebauen und zu bewahren. Es ist ein göttlicher Auftrag, die Ressourcen der Erde verantwortungsvoll zu nutzen.

Anerkennung der Schöpfung als Gabe: Alle Religionen sehen die Schöpfung als Gabe Gottes an, die es zu schätzen und zu schützen gilt.

Beziehung zwischen Mensch und Natur: Es wird betont, dass der Mensch Teil der Natur ist und in einer ausgewogenen und respektvollen Beziehung zu ihr stehen sollte.

Spirituelle Dimension: Die Natur wird als Ausdruck des Göttlichen betrachtet, ein Spiegelbild Gottes oder Teil des göttlichen Plans.


Unterschiede:

Persönlicher Schöpfergott: Im Judentum, Christentum und Islam gibt es die Vorstellung eines persönlichen Schöpfergottes, während der Buddhismus keinen Glauben an einen solchen Gott hat.

Aufgaben und Verantwortlichkeiten: Die spezifischen Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Menschen in Bezug auf die Umwelt können sich je nach Religion unterscheiden. Im Hinduismus wird beispielsweise eine tiefe Verbundenheit zu bestimmten Tieren wie Kühen gelehrt, während im Islam der Mensch als Statthalter Gottes auf Erden angesehen wird.

Kultureller und historischer Kontext: Die Auslegung und praktische Anwendung der Umweltschutzprinzipien können sich je nach kulturellem und historischem Kontext unterscheiden. Die Religionen haben unterschiedliche Schwerpunkte und Traditionen, die sich auf die Interpretation und Umsetzung dieser Prinzipien auswirken können.

Wer rettet diese Welt? Diskussion unter Einbeziehung der religiösen Erkenntnisse:

Die Diskussion darüber, wer diese Welt rettet, kann durch die religiösen Perspektiven bereichert werden:


Menschliche Verantwortung: Alle betrachteten Religionen lehren, dass der Mensch die primäre Verantwortung für den Schutz und die Bewahrung der Erde trägt. Dies schließt sowohl individuelle Handlungen als auch kollektive Anstrengungen ein.

Gemeinschaftliche Verantwortung: In vielen Religionen wird betont, dass die Gemeinschaft als Ganzes dazu beitragen muss, die Umwelt zu schützen. Solidarität und gemeinsame Anstrengungen sind notwendig, um bedeutende Veränderungen zu bewirken.

Spirituelle Motivation: Die spirituelle Dimension kann als Motivation dienen, um Umweltschutz nicht nur als eine ethische Pflicht, sondern auch als Teil einer göttlichen Ordnung zu betrachten.

Durch die Integration religiöser Erkenntnisse können Diskussionen über den Umweltschutz bereichert werden, indem sie zusätzliche Perspektiven, Werte und Moralvorstellungen einbringen, die für viele Menschen inspirierend und motivierend sind.


M7 Was tun die Religionen?

In einem letzten Schritt in M6 und M7 werden die nachhaltigen Klimaziele der UN behandelt. Zudem werden Beispiele gesammelt in denen die gesprochenen Weltreligionen Projekte und Initiativen zum Umweltschutz umsetzen.


Antizipierte Ergebnisse

Die Religionen haben unterschiedliche Ansätze und Initiativen zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils:


Alevitentum:

Einvernehmlicher Umgang im Alltag: Im Alevitentum wird ein harmonischer und respektvoller Umgang mit der Natur und Umwelt betont, der sich im täglichen Leben widerspiegelt. Dies schließt ein bewusstes und nachhaltiges Handeln ein, das auf gegenseitigem Einvernehmen beruht.


Bahai:

Weltweite Entwicklungsarbeit und Projekte (z.B. BIDO): Die Bahai-Gemeinschaft engagiert sich weltweit in verschiedenen Entwicklungsprojekten, die sowohl soziale als auch ökologische Nachhaltigkeit fördern. BIDO (Bahai International Development Organization) ist ein Beispiel für eine Organisation, die sich für nachhaltige Entwicklung und humanitäre Hilfe einsetzt.


Buddhismus:

Öko-Buddhismus – Spiritualität (z.B. Thich Nhat Hanh): Der Buddhismus betont eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und lehrt, dass Umweltschutz untrennbar mit spiritueller Praxis verbunden ist. Thich Nhat Hanh und der Öko-Buddhismus legen besonderen Wert auf Achtsamkeit im Umgang mit der Umwelt und auf umweltfreundliches Verhalten als Ausdruck von Mitgefühl und Weisheit.


Christentum:

Christliche Leitlinien (z.B. Enzyklika Laudato si) und Initiativen (z.B. GEPA): Die Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus spricht Umweltthemen an und ruft zu einer ganzheitlichen ökologischen Umkehr auf. Initiativen wie GEPA (Fair Handelshaus) fördern nachhaltige Produktions- und Handelspraktiken im Einklang mit christlichen Werten der Gerechtigkeit und Solidarität.


Hinduismus:

Nachhaltige Lebenspraxis (z.B. Bishnoi, Chipko) und Initiativen (z.B. Navdanya): Der Hinduismus beinhaltet Prinzipien wie Ahimsa (Gewaltlosigkeit), die zu einem respektvollen Umgang mit der Natur führen. Initiativen wie Navdanya setzen sich für die Erhaltung traditioneller Saatgutsorten ein, während Bewegungen wie die Bishnoi und Chipko-Bewegung sich aktiv für den Schutz von Bäumen und der Umwelt einsetzen.


Islam:

Nachhaltige Lebenspraxis (z.B. Halal-Zertifikate, Fasten) und Initiativen (z.B. NourEnergy): Im Islam sind bestimmte Praktiken wie Halal-Zertifikate und das Fasten im Ramadan mit nachhaltigem Konsum verbunden. Initiativen wie NourEnergy fördern erneuerbare Energien und umweltfreundliche Technologien im Einklang mit islamischen Werten.


Judentum:

Nachhaltige Lebenspraxis (z.B. Öko-Kaschrut) und Initiativen (z.B. Mizwa-Day): Im Judentum wird durch Konzepte wie Öko-Kaschrut (Umwelt-Koscher) ein nachhaltiger Lebensstil gefördert, der auf ethischen und ökologischen Prinzipien basiert. Initiativen wie der Mizwa-Day rufen dazu auf, durch konkrete Handlungen die Umwelt zu schützen und zu bewahren.

Diese verschiedenen Ansätze und Initiativen zeigen, wie Religionen weltweit zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils beitragen, indem sie ethische Prinzipien in konkrete Handlungen und Programme umsetzen, die Umwelt und Gemeinschaft gleichermaßen schützen und stärken.

Material:

M1 – Demonstrieren für das Klima __________________________________________________ 08

M2 – Greta Thunberg: How dare you? _______________________________________________ 11

M3 – Klimafakten heute – Eine Collage erstellen_______________________________________ 13

M4 – Tatanka Iyotake: Was sie tun ist nicht heilig! ______________________________________ 14

M5 – Quellen: Was sagen die Religionen?____________________________________________ 16

M6 – Die 17 UN Klimaziele: Tu Du´s ________________________________________________ 22

M7 – Was tun die Religionen? _____________________________________________________ 24

M8 – Ergebnissicherung __________________________________________________________ 25

Methoden:

Collage

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 1. Der Mensch als Geschöpf und „Schöpfer“.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

13 / 4. Zukunft und Aufgaben der Religionen.

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.