Der Beitrag eignet sich zur Diskussion über globale Kirche, Glaubenszeugnisse in Krisengebieten, Spiritualität als Kraftquelle und zur Reflexion über die Situation der Kirche in Deutschland. Auch für eine thematische Auseinandersetzung mit "authentischem Glaubensleben" oder interkulturellem Lernen im Religionsunterricht ist er sehr gut einsetzbar.In einem Interview der Sendung „Gesichter der Weltkirche“ berichtet Reinhard Backes, Projektreferent beim katholischen Hilfswerk Kirche in Not, von seinen Erfahrungen mit der katholischen Kirche in anderen Ländern – insbesondere in Krisengebieten wie Pakistan oder dem Gazastreifen. Er schildert, wie ihn Begegnungen mit Christ:innen in Armut, Diskriminierung oder existenzieller Bedrohung tief geprägt haben. Dort erlebt er einen lebendigen Glauben, der vom Gebet, der Eucharistie und einer starken Gemeinschaft getragen ist.
Backes betont, dass diese Erfahrungen seinen eigenen Glauben vertieft haben und ihn aus der mitteleuropäischen Komfortzone herausgeholt hätten. Für ihn ist die Projektarbeit nicht nur organisatorisch, sondern zutiefst geistlich – getragen durch das Gebet und das Vertrauen auf Gott.
Kritisch äußert er sich zur Situation der Kirche in Deutschland: Während hier häufig über Strukturfragen gestritten werde, sei das spirituelle Fundament oft schwach. Er fordert mehr gelebte Nächstenliebe, Respekt und Gebet – auch im Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten. Besonders hebt er hervor, dass junge Christ:innen nicht ideologisiert, sondern auf der Suche nach authentischen Vorbildern im Glauben seien.
Er ermutigt dazu, mehr über den eigenen Horizont hinauszublicken – ob durch Reisen, Austausch oder Engagement. Seine zentrale Botschaft: Nur aus einem vertieften spirituellen Leben heraus kann Versöhnung, Dialog und gesellschaftliches Mitgestalten gelingen. Die Weltkirche könne hier eine inspirierende Kraftquelle sein.