Den Auftakt bildet ein Geleitwort von Direktor Stefan Hermann, in dem er die zentralen Themen „Zukunft – Hoffnung – Verantwortung“ im Spannungsfeld aktueller Krisen verortet. Er unterstreicht, dass Hoffnung ohne eine realistische Wahrnehmung der Gegenwart und ohne Verantwortungsübernahme nicht tragfähig sei (ptz-rpi.de).
Für die Grundschule (Klassen 3/4) steht mit „Eine Hoffnungsreise durch die Bibel“ ein modularer Unterrichtsentwurf zur Verfügung, bei dem der sogenannte „Hoffnungskoffer“ als Leitmedium dient. In sechs Bausteinen werden eigene Hoffnungsbilder erkundet, aktuelle Beispiele aus dem Alltag sowie Kinderbiografien (z. B. Malala, Baum-Pflanzaktionen) eingebracht und zentrale biblische Erzählungen mithilfe von Symbolen und Gedächtnislandkarten neu gelesen. Den Abschluss bilden kreative Umsetzungen wie ein Hoffnungsbaum, ein Schuhkarton-Lapbook oder die Präsentation der individuell gestalteten Koffer. Ergänzt wird das Material durch Arbeitsblätter und ein Hoffnungs-Gedicht von Gianni Rodari (Materialien M1–M3).
Für Lernenden mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Grundstufe SBBZ) wird mit dem Projekt „Überall Blumen“ ein niedrigschwelliger Zugang angeboten: Blumen als Hoffnungssymbole werden sinnlich erfahrbar gemacht und durch rhythmisch-musikalische, gestalterische sowie spielerische Methoden vertieft – ideal verbunden mit Garten- oder Naturprojekten (ab Seite 11).
In der Sekundarstufe I wird das Thema Hoffnung zunächst fachlich-theologisch fundiert: Der Beitrag „Hoffnung und Hoffen als Grundthema des Religionsunterrichts“ (Gerhard Ziener, Karina Beck, ab Seite 21) beleuchtet verschiedene Hoffnungsbegriffe, biblische Grundlagen sowie didaktisch-methodische Überlegungen. Ergänzend bietet Margit Tschinkel (ab Seite 49) konkrete spirituelle Übungen und Rituale wie Meditation, Achtsamkeitspraxis oder kreative Rituale, um Hoffnung im Unterricht erfahrbar und einübbar zu machen.
Unter dem Titel Best Practice: Hoffnung im Schulleben (ab Seite 57) finden sich fünf erprobte Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Schulformen: Austausch-Foren im Klassenverband, Mitmach-Aktionen und Service-Learning, kollegiale Unterstützungsformate, generationenübergreifende Projekte mit Seniorenheimen sowie Stadterkundungen als Lernform. Besonders hervorzuheben ist das Escape-Spiel „Auf den Spuren des Lichts“ (Andreas Lorenz u. a., ab Seite 71), das biblische Hoffnungsbilder auf spielerische Weise zugänglich macht.
Didaktisch-methodisch überzeugt die Broschüre durch eine starke Einbindung der Sinneswahrnehmung und Lebenswelt der Lernenden, die Verbindung von Reflexion und kreativ-gestalterischen Phasen sowie durch kooperative Methoden. Der Einsatz physischer Medien wie Koffer, Hoffnungsbaum oder Tücher schafft eine greifbare Unterrichtsatmosphäre. Hinzu kommen vielfältige Differenzierungsangebote, die sich an verschiedenen Alters- und Leistungsebenen orientieren.
Insgesamt stellt die Broschüre einen umfassenden und praxisorientierten Fundus dar, um das Thema Hoffnung in allen Schulstufen lebendig, sinnstiftend und handlungsorientiert zu verankern.