Das Video zeigt eindrücklich die Situation von Geflüchteten aus dem Südsudan und Eritrea. Viele Menschen, ganze Familien und Dörfer, verlassen ihre Heimat, weil Krieg, Stammeskonflikte, politische Unterdrückung und wirtschaftliche Not ihnen keine sichere Zukunft lassen. Besonders der Bürgerkrieg im Südsudan, geprägt von Gewalt zwischen den Nuer und den Dinka, hat zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Auch in Eritrea sind junge Menschen gezwungen, einen unbegrenzten Militärdienst abzuleisten, was sie de facto zu lebenslangen Soldaten macht. Viele berichten von unterdrückerischen politischen Verhältnissen, fehlenden Bildungsmöglichkeiten und einem Leben in Angst.
Die Fluchtwege sind lang und gefährlich: wochenlange Märsche durch Berge und Wüsten, Schlangenbisse, Hunger, Misshandlungen durch Soldaten oder Schleuser prägen das Erleben der Flüchtenden. Wer es bis in die Lager nach Äthiopien schafft, ist dort zwar in relativer Sicherheit, lebt aber oft jahrelang in überfüllten Camps ohne Arbeitserlaubnis, Perspektiven oder ausreichende Schulbildung für die Kinder. Viele sind frustriert, weil sie völlig von Essensrationen und Hilfsorganisationen abhängig sind. Junge Menschen versuchen deshalb trotz aller Warnungen den gefährlichen Weg über Sudan, Libyen und das Mittelmeer, wobei viele sterben oder in sklavenähnliche Zustände geraten.
Neben den materiellen Problemen spielt auch die religiöse Dimension eine Rolle: Geflüchtete bauen mit einfachen Mitteln Kapellen, feiern Gottesdienste und schöpfen Trost aus dem Glauben. Priester und Katecheten begleiten die Menschen spirituell, obwohl die kirchliche Arbeit von Regierungen eingeschränkt wird. Der Glaube, das gemeinsame Beten und das Teilen untereinander geben Hoffnung und Halt.
Das Video verdeutlicht die Zerrissenheit der Geflüchteten: Einerseits der tiefe Wunsch, eines Tages in die Heimat zurückzukehren, wenn Frieden und Freiheit einkehren; andererseits die Hoffnung, dass die Kinder im Exil Bildung und eine bessere Zukunft erhalten. Trotz Leid und Unsicherheit halten viele am Glauben, an ihren Träumen und am Zusammenhalt fest.