Für den Unterricht stehen verschiedene Arbeitsblätter, der Bibeltext, Bastelmaterialien und ein Lied zur Verfügung. Didaktisch gliedert sich die Reihe in vier Lektionen. Die erste Stunde thematisiert das menschliche Bedürfnis nach Glück und Gemeinschaft mit Gott sowie die Unfähigkeit des Menschen, sich selbst zu erlösen. Durch ein Rollenspiel („Was meinen die Engel?“) und Bildmaterial erschließen die Kinder, warum Gott Mensch wird: zur Erlösung von der Sünde, zur Offenbarung seiner Liebe, als Vorbild und zur Mitteilung des göttlichen Lebens.
Die zweite Lektion konzentriert sich auf den ersten Teil des „Ave Maria“. Kinder lernen Bedeutungen schwieriger Begriffe wie „voll der Gnade“ oder „gebenedeit“ kennen und setzen sich in einem Kreisgespräch mit der Reaktion Marias auf den Engelsgruß auseinander. Der Bibeltext wird erzählerisch eingeführt und durch Ratefragen vertieft; anschließend bearbeiten die Kinder ein Arbeitsblatt.
In der dritten Stunde wird der zweite Teil des Gebets erschlossen. Die Begriffe „Heilige Maria“, „Mutter Gottes“ und das Fürbittverständnis werden kindgerecht erklärt. Die Kinder gestalten ein Arbeitsblatt, beginnen eine Bastelarbeit und erleben – idealerweise in der Kirche – eine kurze Gebetssequenz mit freier Formulierung eigener Bitten.
Die vierte Lektion dient der Festigung. Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Sätze des Gebets in der richtigen Reihenfolge, schließen die Bastelarbeit ab und übertragen das Gebet sorgfältig in ihr Heft. Ein Besuch am Marienleuchter rundet die Einheit ab und veranschaulicht, dass das Gebet symbolisch „weitergeht“, wenn die Kerze brennt.
Abschließend verweist das Material auf Anknüpfungen im Lehrplan Religion des Kantons Graubünden, insbesondere zu den Themen „Jesusgeschichten“ und „Maria, Mutter Jesu“, sowie auf passende Kapitel der Reihe Glaube und Leben.