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Mario Serrano Marte - Dominikanische Republik

Veröffentlichung:28.10.2013

Das Video zeigt eindrücklich die schwierige Situation des Bildungssystems in der Dominikanische Republik am Beispiel einer überfüllten Grundschule in Santo Domingo. Es wird deutlich, dass viele Kinder unter prekären Bedingungen lernen müssen, mit zu großen Klassen, zu wenig Unterrichtszeit und fehlender Ausstattung. Bildung wird dadurch für viele Kinder zu einem eingeschränkten Recht, obwohl sie eigentlich einen Anspruch auf gute Förderung haben. Gleichzeitig stellt das Medium die Arbeit des Centro Bono vor, das sich für mehr Investitionen in Bildung einsetzt und Menschen über ihre Rechte aufklärt. Durch Kampagnen und Bildungsangebote gelingt es, gesellschaftlichen Druck aufzubauen und politische Veränderungen anzustoßen. So wird neben den Problemen auch die Möglichkeit von Engagement und Veränderung sichtbar.

Als Sohn einfacher Bauern hat sich Padre Mario Serrano schon früh gefragt, wie man die Not der armen Menschen bekämpfen kann. „Mir wurde klar, dass es nichts bringt, wenn jeder nur auf sich und sein individuelles Schicksal schaut", sagt der 44-jährige Jesuitenpater. „Wir müssen uns in christlicher Gemeinschaft zusammenschließen und die Ursachen von Armut und Unrecht bekämpfen."

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Für den Religionsunterricht bietet das Medium zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Themen wie Gerechtigkeit, Menschenwürde, Bildung als Menschenrecht, Verantwortung und gesellschaftliches Engagement. Lernende können anhand der konkreten Situation erkennen, wie stark Bildungschancen von sozialen und politischen Rahmenbedingungen abhängen. Didaktisch empfiehlt sich ein Einstieg über die Beschreibung der Lebensrealität der Kinder, um Empathie zu fördern und einen Vergleich mit der eigenen Schulsituation zu ermöglichen. Anschließend kann die Frage vertieft werden, warum Bildung ein zentrales Menschenrecht ist und welche Folgen mangelnde Bildung für Einzelne und für die Gesellschaft hat. Methodisch bietet sich eine strukturierte Filmanalyse mit Leitfragen an, etwa zu Ursachen der Bildungsprobleme, zu den Folgen für Kinder und Jugendliche sowie zu den Handlungsmöglichkeiten von Staat, Kirche und Zivilgesellschaft. Eine Gruppenarbeit kann unterschiedliche Perspektiven erschließen, etwa die Sicht von Lernenden, Lehrkräften, politischen Verantwortlichen oder engagierten Organisationen. Besonders sinnvoll ist eine Diskussion darüber, wie Veränderung möglich wird und welche Rolle Engagement und Protest spielen können. Kreative Methoden wie das Entwerfen eigener Kampagnen, das Formulieren von Forderungen oder das Schreiben von Briefen an politische Entscheidungsträger fördern die aktive Auseinandersetzung. Lehrkräfte sollten darauf achten, die komplexen politischen Hintergründe verständlich zu erklären und Raum für Reflexion zu geben. So kann das Medium dazu beitragen, bei Lernenden ein Bewusstsein für globale Ungerechtigkeit zu schaffen und sie zu eigenem verantwortlichem Handeln zu ermutigen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

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