Didaktisch eignet sich das Medium hervorragend für einen bildhermeneutischen Zugang im katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II. Methodisch bewährt sich ein mehrstufiges Vorgehen: Zunächst eine stille Bildbetrachtung mit offenen Leitfragen („Was fällt euch zuerst auf?“), gefolgt von einer gelenkten Wahrnehmung (Gestik, Raum, Blickrichtungen). In der Deutungsphase können Schüler*innen die Bildaussage mit dem biblischen Schöpfungstext in Beziehung setzen und unterschiedliche Gottes- und Menschenbilder vergleichen. Vertiefend lässt sich das Spannungsfeld von Freiheit und Abhängigkeit, Nähe und Verantwortung diskutieren: Was bedeutet es, „nach Gottes Ebenbild“ geschaffen zu sein? Für die Methodenvielfalt bieten sich Partnergespräche, kurze Schreibimpulse (innerer Monolog Adams) oder der Vergleich mit modernen Bilddeutungen an. Der lebensweltliche Transfer knüpft an Fragen von Würde, Selbstwert und Beziehung an und eröffnet ethische Anschlussstellen (Menschenwürde, Verantwortung für Mitmenschen und Schöpfung).