Didaktisch eignet sich das Medium besonders für Unterrichtseinheiten zu Frieden, Gewaltfreiheit, Gewissen, religiöser Motivation und interreligiösem Lernen in der Sekundarstufe I und II. Methodisch empfiehlt sich ein problemorientierter Zugang: Als Einstieg kann eine aktuelle Konfliktsituation oder die Leitfrage „Kann man ohne Gewalt etwas verändern?“ dienen. Nach der Rezeption des Mediums können Schüler*innen zentrale Prinzipien Gandhis herausarbeiten und diese mit christlichen Grundwerten wie Nächstenliebe, Feindesliebe und Gerechtigkeit vergleichen. In Gruppenarbeiten lassen sich Gandhis Handlungsstrategien analysieren und auf heutige gesellschaftliche Herausforderungen übertragen. Für den katholischen Religionsunterricht ist besonders fruchtbar, Gandhi als außerkirchlichen Glaubenszeugen zu reflektieren: Wie wirkt religiöse Überzeugung in politisches Handeln hinein? Wo liegen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum christlichen Friedensethos? Der lebensweltliche Transfer eröffnet den Blick auf persönliche Formen von Zivilcourage, Verzicht und verantwortlichem Handeln.