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Magazin ZeitspRUng

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„Vom Ende der Klimakrise“

Lust auf eine neue Zukunft - Unterrichtsentwurf für die Klassenstufen 10-12

Veröffentlichung:9.3.2026

Der Unterrichtsentwurf erschließt das Buch „Vom Ende der Klimakrise – Eine Geschichte unserer Zukunft" (2020) von Luisa Neubauer und Alexander Repenning für den Religionsunterricht. Anhand gekürzter Textauszüge werden vier Krisendiagnosen entfaltet: die Klimakrise als Kommunikationskrise (Framing, Desinformation), als Wohlstandskrise (fossilem Kapitalismus, globaler Ungleichheit), als Gerechtigkeitskrise (Generationengerechtigkeit, Grundgesetz Art. 20a) sowie als Anlass für einen Possibilismus, der weder in Pessimismus noch in naiven Optimismus verfällt. Als religionspädagogischer Bezugsrahmen dient der Ansatz religiöser Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) von Claudia Gärtner, der Vulnerabilität, Eschatologie und emanzipatorische Tradition zusammenführt. Ergänzend bietet der Entwurf Aufgaben zur Dystopie, zu biblischen Schöpfungsvisionen, zu gewaltfreien Bewegungen (3,5-%-These, Mandela, King, Gandhi) sowie zur Utopie als „Magnet aus der Zukunft".

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Klassenstufe: 10–12 (Sek II), explizit vom Autor so ausgewiesen; die begriffliche Dichte (Framing, fossiler Kapitalismus, Possibilismus, Generationengerechtigkeit, Eschatologie) und die erwartete Urteilskompetenz bestätigen diese Einschätzung.Curriculare Einbettung: Das Material eignet sich für Themenfelder wie Schöpfung und Verantwortung, Eschatologie und Zukunftshoffnung, Sozialethik, Prophetie sowie politische Dimension des Christentums. Fächerübergreifend anschlussfähig an Sozialkunde/Politik, Geographie und Ethik. Der BNE-Ansatz Gärtners erlaubt Verknüpfungen mit dem im Rahmenlehrplan geforderten Kompetenzbereich „Urteilen und kommunizieren" sowie mit interkulturellem Lernen.Methodische Stärken: Der Entwurf kombiniert Quelltextanalyse (Textauszüge in drei thematischen Blöcken), produktionsorientierte Aufgaben (Brief an die Elterngeneration, eigene Zukunftsvisionen) und diskursive Formate (Diskussion, Stellungnahme). Die Auseinandersetzung mit dem Framing-Begriff von Elisabeth Wehling (Klimawandel vs. Klimakrise) schärft Sprachbewusstsein und Medienkompetenz. Der Possibilismus-Begriff dient als produktive Brücke zwischen politischer Aktivismus-Forschung und christlicher Hoffnungsethik, ohne naiv-optimistisch zu werden.Besonderheiten: Die Unterrichtseinheit nimmt mit der Bewegungsforscherin Erica Chenoweth eine empirische Perspektive auf gewaltfreie Transformation auf und fordert zur Vernetzung mit christlichen Vorbildern (Ziviler Ungehorsam, Ordensfrauen, Befreiungstheologie) auf. Die Aufgabe zur biblischen Utopie in M 3c (Regeln einer gerechten Welt aus der Zukunft denken) ist didaktisch besonders fruchtbar.Differenzierung: Die Textauszüge (M1–M3) sind modular einsetzbar; sie können in arbeitsteiliger Gruppenarbeit vergeben werden. Für leistungsstärkere Lernende bietet sich die vertiefte Analyse der Gärtner-Konzeption an; für Basisgruppen können die Aufgaben auf Beobachtung und Beschreibung reduziert werden.Mögliche Unterrichtsszenarien: Einstieg mit der Dystopie-Frage (M1) und anschließendem Vergleich mit eschatologischen Texten (Offb 21; Jes 65); Expertengruppen zu den drei Krisendiagnosen (M2a–c) mit Präsentation; Abschluss: Visionswerkstatt zu „Wie ich klimagerecht leben will" (M3c) in Verknüpfung mit der Reich-Gottes-Metapher.Grenzen: Das Material stammt aus dem Jahr 2021 und bezieht sich auf Datenstände von 2020 (Klimaziele, Emissionsrekorde); eine Aktualisierung der Zahlen und Ereignisse (z. B. aktuelle Klimakonferenzen, neue Studien) ist bei Einsatz empfehlenswert.

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