Die vier Räume können in Gruppenarbeit erarbeitet werden. Dabei könnte die Gruppe, welche die Darstellungen jüdischer Kultur erarbeitet, in Ansätzen eine Definition von Judentum und Jüdischsein entwickeln. Dieser Definitionsversuch basiert dabei auf Texten zu Speisevorschriften, jüdischer Moral und Ethik, religiösen Grundlagen, dem Versuch der Integration in andere Gesellschaften sowie der Verteilung jüdischer Gemeinschaften weltweit. Die religiösen Grundlagen enthalten dabei eine Vielzahl von Texten zu verschiedenen jüdischen Festen sowie Videos dazu.
Die Versuche der Integration speziell in die deutsche Gesellschaft enthalten eine Sammlung an Biografien berühmter jüdischer Personen aus dem deutschen Kulturkreis. Anhand dieser Biografien kann das ambivalente Verhältnis zwischen Judentum und Deutschland herausgearbeitet werden. Einerseits besteht der Versuch ein integraler Bestandteil der Deutschen Gesellschaft zu werden und andererseits der beständige Versuch von Teilen dieser Gesellschaft jüdische Mitbürger auszuschließen.
Die Geschichte des Antisemitismus betrachtet christlichen Antijudaismus anhand von Beispielen aus Stadtplänen mit ihrem Gettos, Darstellungen in der Kunst und anderen Beispielen zur Ausgrenzung von Juden im Mittelalter. Der Antisemitismus des 19. Jahrhunderts wird über Bild und Textquellen dargestellt. Der versucht der Integration jüdischer Gemeinden in die Deutsche Gesellschaft zur Zeit des Ersten Weltkrieges und das Scheitern dieser Bemühungen während des Zweiten Weltkrieges werden dargestellt. Filme zur Shoah und dem Warschauer Getto zeigen das Ausmaß dieses Scheiterns der multikulturellen Gesellschaft in Deutschland und Europa.
Der Raum zur Thematisierung des aktuellen Antijudaismus enthält Beispiele und Statistiken zum Umfang des Antisemitismus und Antijudaismus in Deutschland. Aktuelle Formen und Ideologien mit antijudaistisch and Inhalten werden thematisiert. Dazu gehört auch der Antizionismus und ein Teil der modernen Verschwörungstheorien. Ein weiterer Raum stellt die Geschichte jüdischen Lebens in Hessen vor. Dabei werden jüdische Gemeinden in Hessen, die Migration nach Israel, jüdische Erinnerungsorte in Frankfurt, die Beteiligung jüdischer Spieler und Spielerinnen in Frankfurter Sportvereinen und der Eintracht dargestellt. Der TuS Makkabi besteht auch heute noch in Frankfurt.