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Erzbistum Köln

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Leben gestalten – Berufung lernen

Veröffentlichung:1.9.2006

Die Unterrichtsstunde "Leben gestalten – Berufung lernen" mit fünf Seiten thematisiert die Veränderung der Kirchenwelt aus einer relativ homogenen abgeschlossenen Lebenswelt hin zu etwas ganz anderem. Die katholischen Milieus verschwinden und mit ihnen die Christenheit. Dabei werden in Gruppenarbeit Herausforderungen der Lebensgestaltung und Berufswahl aus Beispielen im Entwurf entwickelt.

Diese Unterrichtsstunde ist direkt im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Der Text, auf das sie sich bezieht, ist unter "Medium öffnen" auf dieser Seite zu finden.

Christen werden zu einer kleinen Minderheit in der Zukunft, zumindest in Europa. Damit verbunden nehmen auch die kirchlichen Strukturen ab. Wie kann eine Übersetzung der Grundvollzüge der Kirche in dieser Neuen Welt gelingen? Wie bei den Aposteln, so geht es immer noch um den freien Willen zum Glauben und persönlichen Einsatz in der Nachfolge. Berufung heißt Ermächtigung zum Leben, Erwählung im Glauben, Beauftragung zum Dienst.

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Unterrichtsstunde: Leben gestalten – Berufung lernen

(90 Minuten)


I. Einführung (ca. 10 Minuten)

Begrüßung der Schüler und Einführung in das Thema "Leben gestalten – Berufung lernen"

Erklären, dass in der heutigen Unterrichtsstunde über die Herausforderungen der Lebensgestaltung und der Suche nach der eigenen Berufung gesprochen wird

Kurze Zusammenfassung des vorliegenden Textes als Grundlage für die Diskussion


II. Diskussion (ca. 20 Minuten)

Aufteilen der Schüler in Kleingruppen und Verteilen von Diskussionsfragen (z.B. "Was bedeutet es, das eigene Leben selbst zu gestalten?" oder "Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Vielzahl möglicher Lebensentwürfe?")

Zeit geben, um die Fragen in den Kleingruppen zu diskutieren und Gedanken auszutauschen

Anschließend Zusammenkommen im Plenum und Vorstellung der wichtigsten Ergebnisse aus den Gruppendiskussionen


III. Praktische Anwendung (ca. 30 Minuten)

Vorstellung von verschiedenen Szenarien, in denen Schüler vor Herausforderungen der Lebensgestaltung und Berufswahl stehen (z.B. die Entscheidung zwischen verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten oder die Auseinandersetzung mit familiären Erwartungen)

Aufteilen der Schüler in Gruppen und Zuordnen eines Szenarios pro Gruppe

Jede Gruppe soll gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten und diskutieren, wie man mit den Herausforderungen umgehen kann

Unterstützung der Gruppen bei Bedarf durch den Lehrer


Beispielhafte Szenarien:

Das erste Szenario betrifft einen Schüler, der sich zwischen seinen persönlichen Interessen und den Erwartungen seiner Familie oder Gesellschaft hinsichtlich seiner Berufswahl hin- und hergerissen fühlt. Er steht vor der Herausforderung, seine eigenen Talente, Leidenschaften und Ziele zu erkennen und diese mit den Erwartungen anderer in Einklang zu bringen.

Ein weiteres Szenario könnte ein Schüler sein, der mit Unsicherheit und Ängsten bezüglich seiner Zukunft konfrontiert ist. Er sieht sich einer Vielzahl von Berufsmöglichkeiten gegenüber und weiß nicht, welchen Weg er einschlagen soll. Diese Entscheidung kann überwältigend sein und erfordert Selbstreflexion, Recherche und möglicherweise Unterstützung von außen, um die richtige Wahl zu treffen.

In einem anderen Szenario könnte ein Schüler mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert sein. Vielleicht hat er den Wunsch, eine weiterführende Ausbildung zu absolvieren, jedoch fehlen ihm die finanziellen Mittel, um diese zu finanzieren. Er muss möglicherweise nach Stipendien, Darlehen oder Teilzeitjobs suchen, um seine Bildungsziele zu verwirklichen und gleichzeitig seine finanzielle Situation zu bewältigen.

Ein Schüler könnte auch mit dem Druck der Gesellschaft konfrontiert sein, einen bestimmten prestigeträchtigen Beruf zu wählen, der als erfolgreich angesehen wird. In diesem Szenario steht er vor der Herausforderung, seine eigenen Interessen und Werte zu erkennen und sich gegen den gesellschaftlichen Druck zu behaupten, um einen Beruf zu wählen, der seinen persönlichen Zielen und Leidenschaften entspricht.

Schließlich könnte ein Schüler auch mit Unsicherheit über seine eigenen Fähigkeiten und Stärken konfrontiert sein. Er zweifelt möglicherweise an seinen Fähigkeiten, bestimmte Berufe erfolgreich auszuüben, und hat Angst vor dem Versagen. In diesem Szenario muss er seine Selbstzweifel überwinden, sich selbst besser kennenlernen und möglicherweise Unterstützung durch Berufsberatung oder Mentoring suchen, um seine Fähigkeiten und Potenziale besser einschätzen zu können und die richtige Entscheidung zu treffen.


IV. Präsentation der praktischen Anwendung (ca. 15 Minuten)

Jede Gruppe präsentiert ihre Lösungsansätze und diskutiert diese mit der gesamten Klasse

Lehrer moderiert die Diskussion und stellt zusätzliche Fragen zur Vertiefung des Themas


V. Reflexion und Zusammenfassung (ca. 10 Minuten)

Gemeinsame Reflexion der Unterrichtsstunde: Was haben die Schüler gelernt? Welche Erkenntnisse konnten gewonnen werden?

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte und Überleitung zur Hausaufgabe


VI. Hausaufgabe (ca. 5 Minuten)

Aufgabe der Schüler: Schriftliche Reflexion über die eigenen Lebensziele und Berufung

Anregungen geben, wie die Schüler über ihre Ziele und Berufung nachdenken können (z.B. Fragen wie "Was ist mir im Leben wichtig?" oder "Welche Talente und Interessen habe ich?")

Ermutigen, dass die Schüler ihre Gedanken aufschreiben und in der nächsten Stunde mitbringen


VII. Abschließende Worte (ca. 5 Minuten)

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte der Unterrichtsstunde

Ermutigung der Schüler, sich aktiv mit ihrer Lebensgestaltung und Berufung auseinanderzusetzen

Ausblick auf die nächste Unterrichtsstunde und das weitere Thema im Fach Religion


VIII. Zusätzliche kreative Ideen

Rollenspiele: Schüler spielen verschiedene Szenarien zur Berufswahl oder Lebensgestaltung nach und diskutieren mögliche Lösungswege

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