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Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Vom Helpdesk in die Seelsorge: Ein Informatiker wird Priester

Veröffentlichung:26.10.2024

Die Videoreihe WELTKIRCHE - Christen aus aller Welt mit mehr als 30 Folgen bietet Interviews mit Christen aus der Weltkirche über ihren persönlichen Glauben und ihre Berufung. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen berichten über ihre Erfahrung mit dem lebendigen Gott. Alle glauben dasselbe, aber jede und jeder glaubt auf eine eigene Weise.

Diese Videos können auch als Gruppenarbeiten vergeben werden, um Motivationen, Biografien und Wege zum Glauben oder zur Berufung zu vergleichen.

Der ausgebildete Informatiker Tansen Joseph hat eine persönliche Gotteserfahrung gemacht, die seinen Lebensweg völlig veränderte. Im indischen Kerala trat er in den Vinzentinerorden ein und stellte sich damit in den Dienst der christlichen Mission. Im Gespräch mit André Stiefenhofer schildert er seinen geistlichen Weg und gibt Tipps für ein glückliches Glaubensleben.


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Interview mit einem Priesterseminaristen aus Indien (Sendung: Gesichter der Weltkirche)

In der Sendung „Gesichter der Weltkirche“ wird ein junger indischer Priesterseminarist, Ton Joseph, vorgestellt, der im Stift Heiligenkreuz (bei Wien) Theologie studiert. Ursprünglich IT-Student in Indien, empfand er seine Berufung zum Priestertum während eines fünftägigen Exerzitien-Kurses. Dort hatte er intensive spirituelle Erfahrungen und entschloss sich, der Vinzentiner-Kongregation beizutreten.

Wichtige Inhalte und Impulse für den Unterricht:

Berufungserfahrung: Der Übergang von einem IT-Beruf zu einer religiösen Laufbahn erfolgte über persönliche Gespräche mit einem Priester und spirituelle Exerzitien.

Exerzitien als Berufungsquelle: Besonders charismatische Exerzitien mit Lobpreis, Predigten, Meditation und Anbetung haben in Indien eine große Bedeutung. Ton Joseph betont ihre Wirkung auf das Glaubensleben Jugendlicher.

Vergleich Indien – Europa: Er erlebt die Kirche in Indien als lebendig und gemeinschaftsorientiert, während er in Europa eine ruhigere, individualistischere Spiritualität wahrnimmt. Beides empfindet er als bereichernd.

Kulturelle Integration: Anfangs erlebte er einen Kulturschock, konnte sich aber rasch integrieren. Heute lebt er ein ausgeglichenes spirituelles Leben zwischen Exerzitien, persönlichem Gebet (z. B. Rosenkranz, Bibellektüre) und praktischem Engagement.

Soziales Engagement: In Indien engagiert sich seine Kongregation in Projekten wie „Smile Village“, einer Initiative zur Hilfe für arme Familien.

Bibel als Wegweiser: Eine bestimmte Bibelstelle half ihm, seine Berufung zu erkennen und zu bestärken.

Technik und Glaube: Seine IT-Kenntnisse setzt er heute pragmatisch ein, z. B. beim Helfen mit Computern im Seminar.

Didaktischer Nutzen:

Berufung im interkulturellen Vergleich: Wie entwickelt sich eine religiöse Berufung in verschiedenen kulturellen Kontexten?

Spiritualität heute: Was ist der Sinn geistlicher Übungen wie Exerzitien? Welche Formen von Gotteserfahrung sind denkbar?

Soziales Handeln im Glauben: Wie zeigt sich praktischer Glaube im Alltag – lokal und global?

Migration und Integration: Welche Herausforderungen und Chancen erleben junge Gläubige aus anderen Kulturen in Europa?

Diese authentische Lebensgeschichte bietet viele Anknüpfungspunkte für eine religionspädagogische Auseinandersetzung mit Themen wie Berufung, interkulturellem Glaubensleben und Spiritualität im 21. Jahrhundert.

Hessen

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