RU-digitalRU-digital-logo
Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Vom Steuerberater zum modernen Missionar

Veröffentlichung:17.12.2024

Die Videoreihe WELTKIRCHE - Christen aus aller Welt mit mehr als 30 Folgen bietet Interviews mit Christen aus der Weltkirche über ihren persönlichen Glauben und ihre Berufung. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen berichten über ihre Erfahrung mit dem lebendigen Gott. Alle glauben dasselbe, aber jede und jeder glaubt auf eine eigene Weise.

Diese Videos können auch als Gruppenarbeiten vergeben werden, um Motivationen, Biografien und Wege zum Glauben oder zur Berufung zu vergleichen.

Der Brasilianer Rafael D’Aqui wuchs in Rio de Janeiro in einer Familie mit italienischem Migrationshintergrund auf und lebte zunächst wie ein „Kulturchrist“. Obwohl er regelmäßig die Kirche besuchte, hatte er keine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Durch eine „marianische Erfahrung“ fand er schließlich seinen Weg und eine geistliche Heimat in der Katholischen Gemeinschaft „Shalom“. Nachdem er zunächst als Steuerberater in der freien Wirtschaft tätig war, entschloss sich D’Aqui, auch beruflich neue Wege zu gehen und seine Talente in den Dienst des Gottesreiches zu stellen.


Products

In einem Interview der Sendereihe „Gesichter der Weltkirche“ berichtet Rafael D’Aqui, ein Brasilianer und Gruppenleiter bei der Päpstlichen Stiftung Kirche in Not für Lateinamerika, von seinem persönlichen Glaubensweg und seiner missionarischen Arbeit.

Er schildert seinen Werdegang: Aufgewachsen in einer katholischen Familie in Rio de Janeiro, wurde sein Glaube zunächst eher kulturell geprägt. Eine tiefere Bekehrung erlebte er über eine katholische Jugendbewegung sowie durch den Besuch des Weltjugendtags 2002 in Toronto. Ursprünglich Jurist, entschied er sich später für einen missionarischen Weg innerhalb der katholischen Gemeinschaft Shalom, die soziale und evangelisierende Arbeit unter Jugendlichen leistet.

Durch ein Studium des Kirchenrechts in Rom kam er mit Kirche in Not in Kontakt, wo er heute als Projektleiter tätig ist. Er reist regelmäßig in Länder Lateinamerikas, prüft Projektanträge und pflegt Kontakte zur Ortskirche. Eine prägende Erfahrung war etwa ein Treffen mit einer konvertierten Frau in Afrika oder die Begegnung mit Papst Franziskus, dem er symbolisch einen Missionshut aus Kuba überreichte.

D’Aqui betont, dass Kirche in Not keine reine Hilfsorganisation, sondern eine betende Glaubensgemeinschaft ist. Projekte werden nicht nur finanziert, sondern geistlich begleitet. Die Entscheidungen über Förderungen sind oft herausfordernd, werden aber im Geist des Gebets und mit Rücksicht auf die Spender getroffen.

Für Lateinamerika sieht er fünf geistliche Prioritäten:

Pastoral in den Städten (wegen Urbanisierung),

Förderung geistlicher Berufungen,

Unterstützung diskriminierter Kirchen,

Stärkung der katholischen Soziallehre,

Neue Evangelisierung, um Getaufte neu für den Glauben zu begeistern.

D’Aquis Arbeit verbindet persönliche Glaubenszeugnisse, internationale Solidarität und kirchliche Aufbauarbeit. Seine Biografie zeigt, wie Glaube, Bildung und Mission ineinandergreifen können – ein Beispiel gelebter Weltkirche.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.4 Christentum in Europa – Christentum weltweit.

Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 6. Inkulturation und Abschied vom Eurozentrismus: Impulse aus den jungen Kirchen.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.