Der Artikel verdeutlicht: Feministische Kämpfe sind Kämpfe um Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit. Es geht darum, als Mensch mit eigenem Willen und eigener Stimme ernst genommen zu werden – und sich gegen ein gesellschaftliches System zu behaupten, das lange Zeit patriarchal, ausgrenzend und gewaltvoll war. Viele der beschriebenen Entwicklungen zeigen, wie Rechte, die Männern selbstverständlich gewährt wurden, Frauen verweigert oder nur unter Bedingungen zugestanden wurden.
Für den Religionsunterricht bietet dieser Beitrag eine hervorragende Möglichkeit, um sich mit dem christlichen Menschenbild und der Gleichwertigkeit aller auseinanderzusetzen. In der Genesis heißt es, dass Gott den Menschen „als sein Bild“ schuf – Mann und Frau. Diese gleiche Würde fordert heraus, sich mit Ungleichheiten zu beschäftigen, die in Geschichte, Kirche und Gesellschaft bestehen oder bestanden. Der Artikel motiviert zu fragen, wie Kirche und Gesellschaft zur Gleichberechtigung beitragen können, welche Formen von Ungerechtigkeit heute noch wirksam sind und wie ein solidarisches, gleichberechtigtes Miteinander gestaltet werden kann.
Darüber hinaus eignet sich der Artikel als Anlass, um mit Jugendlichen über ihre eigene Positionierung in der Gesellschaft zu sprechen: Was ist für mich heute selbstverständlich? Was weiß ich über feministische Geschichte? Welche Rechte müsste ich heute noch verteidigen?