Die filmische Reise führt durch antike Metropolen, archäologische Fundorte und zentrale Texte, die die Entstehung und theologische Grundlagen der drei abrahamitischen Religionen darstellen. Dabei wird deutlich: Monotheismus birgt Chancen für Identität, Gemeinschaft und moralische Normen – aber auch Konfliktpotenzial, wenn Menschen- und Gottesbilder zur Basis von Machtansprüchen werden.
Für den katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe II bietet die Doku exzellente Anknüpfungspunkte zu Themen wie Religionsgeschichte, Glaubensentwicklung, Interreligiösität, Mission und Expansion, Gemeinschaftsbildung, Monotheismus versus Polytheismus und Religion und Macht. Sie eignet sich besonders für den Einstieg in interreligiöse Dialoge, historische Vergleiche und ethische Auseinandersetzungen rund um religiöse Identität und ihre weltlichen Auswirkungen.
Methodisch kann die Episode durch Kartenarbeit (Ausbreitung der Religionen), Textarbeit (z. B. Auszüge aus Bibel und Koran), Debatten (Mission versus Toleranz), filmische Analyse und kreative Impulse (z. B. Erstellung eines gemeinsamen Schaubilds zu Glaubenswurzeln) begleitet werden. Außerdem eignet sie sich für Gruppenarbeiten zum Thema „Religiöse Vielfalt und Zusammenleben heute“.
Ein Gott für alle? ist ein spannender, ausgewogener Beitrag zu Fragen nach der Bedeutung monotheistischer Religionen – er vermittelt Geschichte, Identität und Verantwortung und fördert jungen Menschen die reflektierte Auseinandersetzung mit Glauben als kulturelle und spirituelle Kraft.