Didaktisch eignet sich das Video besonders für die Auseinandersetzung mit neuen religiösen Bewegungen und deren Eigenverständnis im Vergleich zu etablierten Kirchen. Im katholischen Religionsunterricht eröffnet es Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Vielfalt religiöser Ausdrucksformen zu reflektieren und das Spannungsfeld zwischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden herauszuarbeiten. Methodisch kann das Video zunächst als Impuls dienen, um Vorwissen und Bilder, die Lernende von „Sekten“ oder „neuen Kirchen“ haben, zu aktivieren und kritisch zu hinterfragen. In Gruppenarbeit lassen sich zentrale Aspekte des mormonischen Glaubens (z. B. Offenbarung, Schriftverständnis, Missionsauftrag) mit biblisch-katholischen Positionen vergleichen. Ebenso kann eine Diskussion zur Frage „Was macht eine Kirche zu einer Kirche?“ oder „Wie gehen wir mit religiöser Vielfalt um?“ angeschlossen werden. Zur Vertiefung kann eine arbeitsteilige Analyse (z. B. Stammbaum der Religionsgeschichte, Rolle neuer Offenbarungen, Verhältnis zur Bibel) durchgeführt werden. Wichtig ist eine sensible Begleitung durch die Lehrkraft, um Stereotype zu vermeiden und respektvolle Urteilsbildung zu fördern.