Der Film begleitet Reporter Willi Weitzel auf einer Reise nach Bangladesch, wo er Kinder trifft, die arbeiten müssen, um ihre Familien zu unterstützen. Er zeigt eindrücklich, wie Armut, Krankheit in Familien, Alleinerziehenden-Situationen, globale Ungleichheit, Flucht, Klimawandel und politische Untätigkeit Kinder zur Arbeit zwingen, obwohl Kinderarbeit offiziell verboten ist.
Willi besucht zuerst Tasim, einen 12-jährigen Jungen, der täglich von 7 bis 18 Uhr in einer Aluminiumfabrik arbeitet und gefährlichen Maschinen und Hitze ausgesetzt ist. Er verdient ca. 1,50 € am Tag. Tasim hat die Schule wegen familiärer Not verlassen und wünscht sich sehnlichst, wieder lernen zu dürfen, zu spielen und Zeit mit Freunden zu verbringen.
Anschließend besucht Willi das Projektzentrum ARKTF, das von den Sternsingern unterstützt wird. Dort werden arbeitende Kinder aufgesucht, registriert und erhalten Schulmaterial, Betreuung und Lernförderung, um den Wiedereinstieg in die Schule zu schaffen.
Er lernt ein 12-jähriges Mädchen nit dem Namen "Nur" kennen, , das bereits mit 6 Jahren in einer Snack-Fabrik arbeiten musste, nachdem ihre Mutter durch häusliche Gewalt arbeitsunfähig wurde. Dank ARKTF kehrt Nur in die Schule zurück, erhält Nachhilfe und träumt davon, Anwältin zu werden, um Frauen zu helfen, die Gewalt erleben. Ihre Mutter erhält Unterstützung für ein eigenes kleines Geschäft, was die Familie wieder trägt.
Zum Schluss besucht Willi ein Caritas-Ausbildungsprojekt, in dem Jugendliche aus armen Familien staatlich anerkannte Berufe wie Elektrotechnikerin, Schneiderin oder Automechaniker erlernen. Rina, eine Jugendliche dort, betont, wie wichtig Bildung ist, um ein selbstbestimmtes Leben ohne Armut zu führen.
Der Film endet hoffnungsvoll: Tasim schickt Willi eine Nachricht, dass er dank Unterstützung wieder zur Schule gehen kann.
Zentrale Botschaften für den Unterricht
Kinderarbeit ist weltweit ein gravierendes Problem und entsteht vor allem durch Armut und fehlende soziale Absicherung.
Kinder haben ein Recht auf Bildung, Schutz und Spiel.
Hilfsprojekte ermöglichen Kindern Schulbildung und berufliche Perspektiven.
Spenden der Sternsinger tragen konkret dazu bei, Kinder zu schützen und ihnen ein würdiges Leben zu ermöglichen.
Die Lernenden sollen erkennen, dass globale Solidarität praktische Wirkung hat und dass gerechte Chancen Bildung und Zukunft sichern.
Didaktische Hinweise
Gut geeignet als emotionaler Einstieg in Unterrichtseinheiten zu
Kinderrechten, Globaler Gerechtigkeit, Armut & Entwicklung, Verantwortung und Solidarität
Für die Grundschule: Fokus auf Empathie, Gefühle der Kinder, Unterschied zwischen Kindheit in Deutschland und Bangladesch
Für die Sekundarstufe I: Vertiefung zu Ursachen globaler Ungleichheit, internationalen Lieferketten, strukturellen Lösungen, Menschenrechten