Dieser Artikel von Seite 7-16 untersucht das Ausmaß der Säkularisierung in Deutschland. Wie weit haben sich Staat und Kirche getrennt. Dabei werden in einem historischen Teil die Entwicklungen seit dem Bündnis von Thron und Altar zur Religionsfreiheit bis zur Weltanschaulich-religiösen Neutralität dargestellt. In einer Umwertung dieser Darstellung wird der Staat als für die Religion offener Raum betrachtet. Argumente für beide Ansichten können dem Text entnommen und in Gruppenarbeit präsentiert oder als Podiumsdiskussion abgehalten werden. Dabei wird auch der Islamismus und die Aufsichtspflicht des Staates über Religion und deren Ausübung angesprochen.
Ich möchte dem Buch von Herrn Dreier die Gegenthese eines weltanschaulich neutralen, aber für Gott offenen Staates aus der Realität unseres Verfassungsstaates darlegen und begründen. In einem zweiten Teil ist ein Streitgespräch zwischen Verfassungsrechtlern enthalten.
Im Anschluss an ihre jeweiligen Statements diskutierten die beiden renommierten Verfassungsrechtler vor den rund 300 Zuhörern eine gute Stunde über grundlegende und auch sehr konkrete Fragen. Diese Diskussion ist im Artikel enthalten.
Wenn wir das Verständnis vom Staat nochmals ins Grundsätzliche wenden, beobachten wir, dass der Staat Grundsatzfragen nach Gott, Liebe, Glück und Tod offenlässt, sich aber durchaus dafür einsetzt, dass diese Lebensinhalte im Leben der Menschen einen angemessenen Platz finden können.