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Maria

Eine Unterrichtsreihe mit Stationen für das 3. Schuljahr

Veröffentlichung:1.1.2010

Die Unterrichtsreihe "Maria" mit fünf Seiten bietet fünf Stationen, die über sechs Stunden bearbbeitet werden sollen. Das Stationenlernen zu Maria in der Bibel enthält Erzählungen von Verkündigung, Geburt Jesu, Jesus im Tempel, Hochzeit zu Kana und Kreuzigung. Ein erzählender Text aus der Perspektive Marias lädt besonders zur empathischen Annäherung ein. Die Reihe wird weitergeführt mit einer Auswertungsstunde, dem Kennenlernen des Ave Maria, einer Stunde zu Maria als Schutzpatronin mit dem Motiv der Schutzmantelmadonna und einer Stunde zu Maria als Fürsprecherin, die in eine Marienandacht oder einen Kirchgang münden kann. Insgesamt entsteht ein kindgerechter Zugang, der Maria als Mutter Jesu, glaubende Jüngerin, Begleiterin in Freude und Leid sowie als Figur gelebter Frömmigkeit sichtbar macht.

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Didaktisch eignet sich die Reihe sehr gut, um im dritten Schuljahr den Übergang von bloßem Wissen zu religiöser Deutung und persönlicher Bezugnahme zu fördern. Für den Einstieg empfiehlt sich eine sorgfältige Rahmung der Ausstellungssituation. Die Kinder benötigen sprachliche Impulse, um Bilder zu beschreiben, ohne sofort zu bewerten. Hilfreich sind Leitfragen wie: Was siehst du, welche Farben, welche Haltung, welche Gefühle könnte Maria haben, woran erkennst du, dass es Maria ist. Das Gedankenbild an der Tafel kann als Vorwissensdiagnose genutzt werden und später am Ende der Reihe nochmals ergänzt werden, um Lernzuwachs sichtbar zu machen. Im Stationenlernen ist eine klare Organisation entscheidend. Die Stationen sollten so angelegt werden, dass alle Kinder Erfolgserlebnisse haben und zugleich vertiefende Aufgaben für schnelle Lerner bereitliegen. Die Comic Aufgabe zur Verkündigung fördert textnahes Verstehen, Perspektivübernahme und Symbolsensibilität. Das Kunstpuzzle zur Geburt Jesu stärkt Wahrnehmungskompetenz und eröffnet Gesprächsanlässe über Darstellungsweisen, ohne dass historistische Missverständnisse entstehen. Die Tempelszene eignet sich besonders für szenisches Schreiben, weil Kinder an Alltagserfahrungen mit Eltern anknüpfen können. Bei Kana kann man den Fokus auf Vertrauen und Auftrag legen, also auf Marias Hinweis „Was er euch sagt, das tut“, und damit eine Brücke zur eigenen Lebenspraxis schlagen. Der Text „Maria erzählt“ zur Kreuzigung ist emotional stark. Hier braucht es eine sensible Gesprächsführung, ausreichend Zeit für Stille und die Möglichkeit, Reaktionen kreativ zu verarbeiten. Der Trostbrief an Maria kann differenziert werden, etwa durch Satzanfänge, Wortbanken oder die Option, statt eines Briefes ein Bild oder Gebet zu gestalten. In der Auswertungsstunde ist ein Quiz motivierend, sollte aber nicht nur Fakten abfragen. Besser sind Deutungsfragen wie: Was hat Maria wohl gefühlt, was hat sie getragen, was hat sie nicht verstanden, und trotzdem geglaubt. So wird Maria als Glaubensvorbild erkennbar, ohne sie unerreichbar idealisiert darzustellen.

Für die Stunden zu Ave Maria, Schutzpatronin und Fürsprecherin ist eine religionspädagogisch saubere Unterscheidung wichtig. Kinder sollen verstehen, dass Gebet zu Gott und Bitte um Fürsprache unterschiedliche Formen sind. Es hilft, mit Beispielen aus dem Alltag zu arbeiten, etwa jemanden um Hilfe bitten, jemanden um ein gutes Wort bitten, gemeinsam für jemanden beten. Beim Ave Maria ist Sprachentlastung zentral. Schwierige Wörter werden geklärt, der Textabschnittweise gelesen und in eine schöne Gebetsgestaltung überführt. Das unterstützt ritualisierte Kompetenz und lässt das Gebet als kulturelles Erbe erfahrbar werden. Die Stunde zur Schutzmantelmadonna ist methodisch stark, weil das Bildmotiv Schutz anschaulich macht. Der Einstieg über den Regenschirm schafft eine emotionale Brücke und erlaubt die Deutung, dass Menschen Schutz suchen und auch Gottvertrauen und Heiligenverehrung als Schutzsymbolik kennen. Das Ausmalblatt mit der Einladung, sich unter den Mantel zu malen, ist für Kinder sehr motivierend. Gleichzeitig sollte die Lehrkraft behutsam erklären, dass dies ein Bild für Geborgenheit ist und nicht Magie. In der Stunde zur Fürsprecherin sind die Erfahrungen der Kinder sehr unterschiedlich, besonders in Diaspora oder konfessionsverschiedenen Kontexten. Hier empfiehlt sich eine wertschätzende Haltung und die Möglichkeit, Anliegen auch anonym zu formulieren. Wichtig ist die Vertraulichkeit der Fürbitten und eine würdige Weitergabe, etwa in einem Fürbittbuch oder einer kurzen Andacht. Wenn ein Kirchgang möglich ist, sollte er gut vorbereitet werden, mit klaren Rollen, einfachen Ritualen und dem Hinweis, dass niemand gezwungen wird, persönliche Texte vorzulesen. Insgesamt lässt sich das Medium sehr flexibel einsetzen, entweder als komplette Reihe oder als Bausteine, etwa nur Stationenlernen plus Schutzmantel Motiv. Für inklusiven Unterricht bieten sich Unterstützungen an wie Hörtexte, Bildkarten, Partnerlesen, Satzstarter, Schreibrahmen und alternative Ausdrucksformen.

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