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50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil

Veröffentlichung:6.12.2015

Die Unterrichtsstunde "50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil" untersucht die Änderungen im Verhältnis der katholischen kirche zu anderen Religionen. Auch die Änderungen in der katholischen Selbstsicht und der Liturgie werden in Gruppen untersucht. Ein Auszug von drei Seiten aus "Nostra Aetate" ist für die Gruppenarbeit ist auf dieser Seite von ru-digital im Dropdown-Menü eingebettete Medien zu finden.

Diese Unterrichtsstunde ist direkt im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Das Video, auf das sie sich bezieht, ist im Dropdown-Menü eingebettete Medien sowie unter "Medium öffnen" auf dieser Seite zu finden.

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Unterrichtsstunde: Das Zweite Vatikanische Konzil und seine Bedeutung heute

Dauer: 90 Minuten

Einführung (I) - 10 Minuten

Begrüßung und Einstieg: Begrüßen Sie die Schüler und zeigen Sie das Video über das Zweite Vatikanische Konzil.

Einstiegsfrage: "Was denkt ihr, warum ist das Zweite Vatikanische Konzil so wichtig für die katholische Kirche?"


Diskussion (II) - 15 Minuten

Gemeinsames Gespräch: Diskutieren Sie die Hauptpunkte des Videos. Fragen Sie die Schüler nach ihren Eindrücken und Meinungen.

Was war das Ziel des Konzils?

Welche Veränderungen wurden durchgeführt?

Thematische Vertiefung: Erklären Sie die Begriffe „aggiornamento“ (Anpassung an heutige Verhältnisse) und „pilgerndes Volk Gottes“.


Praktische Anwendung (III) - 20 Minuten

Ein Auszug von drei Seiten aus "Nostra Aetate" ist für die Gruppenarbeit ist auf dieser Seite von ru-digital im Dropdown-Menü eingebettete Medien zu finden.


Gruppenarbeit: Teilen Sie die Schüler in kleine Gruppen ein und geben Sie jeder Gruppe eine Aufgabe:

Gruppe 1: Wie hat das Konzil das Verhältnis zum Judentum verändert?

Gruppe 2: Wie hat das Konzil das Verhältnis zum Islam verändert?

Gruppe 3: Was bedeutet „Das Volk Gottes“ und wie verändert das unsere Sicht auf die Kirche?


Gruppe 1: Wie hat das Konzil das Verhältnis zu anderen Religionen verändert?

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Verhältnis der katholischen Kirche zu anderen Religionen erheblich verbessert und erneuert. Mit der Erklärung „Nostra Aetate“ wurde erstmals eine positive Einstellung gegenüber anderen Religionen wie dem Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus festgeschrieben. Die Kirche erkannte an, dass in diesen Religionen ebenfalls Strahlen der Wahrheit und Heiligkeit zu finden sind. Besonders bedeutsam war die Distanzierung von der Vorstellung, dass die Juden als "Gottesmörder" gelten, und der Aufruf zur Achtung und Zusammenarbeit mit allen Religionen, um Frieden und Gerechtigkeit zu fördern.


Gruppe 2: Was bedeutet „Das Volk Gottes“ und wie verändert das unsere Sicht auf die Kirche?

„Das Volk Gottes“ ist ein zentraler Begriff, der im Zweiten Vatikanischen Konzil geprägt wurde. Er betont, dass alle Gläubigen, nicht nur die Kleriker, Teil der Kirche sind und eine gemeinsame Würde und Verantwortung durch die Taufe haben. Diese Sichtweise hebt die Bedeutung der Laien und ihre aktive Beteiligung am kirchlichen Leben hervor. Es verändert unsere Sicht auf die Kirche, indem es die Hierarchie relativiert und die Gemeinschaft und Mitverantwortung aller Gläubigen in den Vordergrund stellt. Die Kirche wird somit als eine pilgernde Gemeinschaft gesehen, die gemeinsam auf dem Weg ist, Gottes Reich zu verwirklichen.


Gruppe 3: Welche Veränderungen in der Liturgie wurden durch das Konzil eingeführt?

Sprache der Liturgie: Die Messe wurde in die Landessprachen übersetzt, um die Verständlichkeit und Teilnahme der Gläubigen zu verbessern. Latein verlor seinen dominanten Platz in der Liturgie.

Aktive Teilnahme: Die Gläubigen wurden ermutigt, aktiv an der Messe teilzunehmen, sei es durch Gebete, Gesänge oder Antworten.

Neugestaltung der Messe: Die Messe wurde vereinfacht und klarer strukturiert, um sie zugänglicher zu machen. Neue Gebete und Rituale wurden eingeführt.

Einbeziehung der Laien: Laien bekamen die Möglichkeit, als Lektoren, Kommunionhelfer und in anderen liturgischen Diensten aktiv mitzuwirken.

Diese Veränderungen sollten die Liturgie lebendiger und verständlicher machen und die aktive Beteiligung der Gläubigen fördern.


Präsentation der praktischen Anwendung (IV) - 15 Minuten

Gruppenpräsentationen: Jede Gruppe stellt ihre Ergebnisse vor. Lassen Sie die Schüler kreativ sein, z.B. durch kleine Rollenspiele oder Plakate.

Feedbackrunde: Geben Sie nach jeder Präsentation Raum für Fragen und Feedback.

Reflexion und Zusammenfassung (V) - 10 Minuten

Reflexionsrunde: Lassen Sie die Schüler reihum sagen, was sie am meisten beeindruckt oder überrascht hat.

Zusammenfassung: Fassen Sie die wichtigsten Punkte der Stunde zusammen und betonen Sie die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils für die heutige Kirche.


Hausaufgabe (VI) - 5 Minuten

Aufgabenstellung: Die Schüler sollen zu Hause einen kurzen Brief an Papst Johannes XXIII. oder Papst Paul VI. schreiben und darin ihre Gedanken und Fragen zum Zweiten Vatikanischen Konzil formulieren.

Erklärung: Geben Sie den Schülern ein Beispiel, wie der Brief aussehen könnte.

Abschließende Worte (VII) - 5 Minuten

Abschluss: Bedanken Sie sich bei den Schülern für ihre aktive Teilnahme und ihr Interesse.

Ausblick: Weisen Sie darauf hin, dass das Thema im nächsten Unterricht weiter vertieft wird.


Zusätzliche kreative Ideen (VIII)

Kreatives Schreiben: Lassen Sie die Schüler eine Geschichte schreiben, in der sie sich in die Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils versetzen.

Bildungsreise: Organisieren Sie eine virtuelle oder reale Exkursion zu einer lokalen Kirche, die durch das Konzil beeinflusst wurde.

Bibelzitate (IX)

1 Korinther 12:12-14: „Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl es viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus.“

Galater 3:28: „Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder Mann noch Frau; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.“

Diese Zitate können verwendet werden, um das Verständnis von „Volk Gottes“ und der Einheit der Kirche zu vertiefen.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Vatikan

3.3.2021

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I + weitere

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.4b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Evangelisch – Katholisch.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.3 Konfessionen wahrnehmen und verstehen: Reformation und Ökumene.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Das 2. Vatikanische Konzil: Die Fenster öffnen sich weit

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