Die Anregung "Staat ohne Gott?" beginnt auf Seite sieben der PDF und untersucht die Religionsfreiheit seit der ersten Verfassung in der Paulskirche. In einem Streitgespräch diskutierten die Verfassungsrechtler Horst Dreier und Paul Kirchhof in der Katholischen Akademie, ob ein Staat ohne Gott existieren könne. Dreier erklärte, dass der Titel seines Buches „Staat ohne Gott“ vom Verlag gewählt wurde, um Aufmerksamkeit zu erregen, während er eigentlich „Der säkulare Staat“ bevorzugt hätte. Er betonte, dass der säkulare Staat keine antireligiöse Haltung einnimmt, sondern religiöse Neutralität wahrt und Religionsfreiheit gewährt. Dreier skizzierte die historische Entwicklung der Trennung von Staat und Kirche, angefangen bei der sakralen Legitimation staatlicher Herrschaft bis zur modernen Verfassung, die religiöse und weltanschauliche Neutralität und Religionsfreiheit betont. Die Diskussion zeigte sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten in ihren Ansichten.