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Matthäus: Jesus ist der verheißene Messias

Veröffentlichung:25.3.2024

BibleProject-Blogcasts: „Matthäus – Jesus ist der verheißene Messias“

1. Warum gibt es vier Evangelien?

Das Neue Testament erzählt die Geschichte Jesu viermal (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes).

Frühkirchliche Versuche (z. B. Tatian im 2. Jh.) wollten daraus eine einzige Erzählung machen.

Das BibleProject betont: Jedes Evangelium bietet eine eigene, vom Heiligen Geist inspirierte Perspektive, die nicht verschmolzen werden sollte.

2. Der Charakter des Matthäusevangeliums

Jüdischstes Evangelium, eng verbunden mit dem Alten Testament.

Zentrales Thema: Verheißung und Erfüllung – Gottes Zusagen im Alten Testament erfüllen sich in Jesus.

Ziel: Leser sollen erkennen, dass Jesus der Messias ist, auf den das ganze Alte Testament hinweist.

3. Der Stammbaum Jesu (Kap. 1)

Beginnt mit dem „Buch des Ursprungs Jesu“ – ein bewusster Rückgriff auf Abraham und David.

Zeigt: Jesus ist rechtmäßiger Erbe der messianischen Verheißungen.

Verdeutlicht: Jesus ist nicht nur Retter, sondern auch König und Bundespartner.

4. Die Erfüllungsformeln bei Matthäus

Matthäus nutzt Formeln wie: „Dies geschah, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat.“

Beispiele:

Jungfrauengeburt (Jes 7)

Flucht nach Ägypten (Hos 11)

Dienst in Galiläa (Jes 9)

Kritiker werfen Matthäus vor, Zitate „aus dem Zusammenhang“ zu reißen.

5. Antwort auf Kritik: Typologische Auslegung

Matthäus betreibt keine isolierte Prooftext-Theologie, sondern typologische Exegese:

Jesus ist das neue Israel: treu, wo Israel versagte.

Jesus wiederholt Israels Geschichte: Wüste, Versuchung, Gehorsam.

Jesus als Knecht Gottes (vgl. Jesaja 42): erfüllt Israels Berufung als Licht für die Völker.

Jesus als neuer Mose: fünf Reden Jesu im Evangelium entsprechen den fünf Büchern Mose.

6. Matthäus’ Zielgruppe und Absicht

Zielpublikum: wahrscheinlich jüdische Christen, die in Konflikt mit der jüdischen Mehrheitsgesellschaft standen.

Matthäus kritisiert religiöse Führer scharf, um die Spannung zwischen Gemeinde und Synagoge zu thematisieren.

Ziel: zeigen, dass in Jesus die wahre Erfüllung der Schrift geschieht.

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Didaktische Relevanz für den Unterricht

Das Matthäusevangelium bietet viele Anknüpfungspunkte:

Biblische Hermeneutik: Verstehen durch Typologie, nicht nur wörtliche Exegese.

Jesusbilder im Neuen Testament: Messias, neuer Mose, Gottesknecht, Sohn Davids.

Verhältnis Altes Testament – Neues Testament: Kontinuität und Erfüllung.

Religiöse Identität im Konflikt: Frühchristliche Gemeinde vs. jüdische Autoritäten.

Lässt sich gut mit den Themenbereichen „Jesus Christus“, „Schriftverständnis“ und „interreligiöse Perspektiven“ verbinden.

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