Didaktisch und methodisch eignet sich das Medium besonders für den Einsatz in der Mittel- und Oberstufe. Lehrkräfte können mit dem Material unterschiedliche Zugänge wählen: Zum einen als Einstieg in das Thema, etwa durch die Arbeit mit Fallbeispielen, die direkt in die Lebenswelt der Jugendlichen führen, zum anderen als Vertiefung durch die historische Rückschau und die Auseinandersetzung mit theologischen Begründungen der Menschenwürde. Besonders gewinnbringend ist die Kombination von analytischen Arbeitsphasen (Textarbeit zu Artikeln, Diskussionsrunden zu Fallbeispielen) mit kreativen Methoden (z. B. Erstellen einer „Menschenrechts-Charta“ für die eigene Schule oder szenisches Darstellen von Konfliktsituationen). Durch die Verbindung von christlicher Anthropologie und universaler Ethik wird ein interdisziplinärer Zugang möglich, der sowohl im Religionsunterricht als auch fächerübergreifend (z. B. Ethik, Politik, Geschichte) anschlussfähig ist. Methodisch bietet es sich an, mit Kleingruppen zu arbeiten, die einzelne Artikel der Erklärung interpretieren und präsentieren, gefolgt von einer Diskussion über Chancen, Grenzen und aktuelle Herausforderungen (z. B. Migration, Armut, Religionsfreiheit). Auch digitale Tools wie Mentimeter oder Padlet können eingebunden werden, um Positionen und Argumente der Lernenden sichtbar zu machen.