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Stadtmission Freiburg

Stadtmission Freiburg

Gottesbilder

Veröffentlichung:1.1.2020

Das Heft "Gottesbilder" mit 48 Seiten bietet eine breite Sammlung von theologischen Artikeln, Impulsen und Praxisbeispielen rund um das Thema Gottesbilder aus Bibel, Theologie, Mystik, Ökumene, Religionspädagogik und moderner Jugendarbeit. Mehrere Beiträge zeigen, wie vielfältig die biblischen Gottesbilder sind: Der Gott der Bibel erscheint verborgen, unsichtbar und unfassbar, zugleich aber barmherzig, treu und zutiefst beziehungsorientiert. Die biblischen Texte enthalten sehr unterschiedliche Darstellungen Gottes – etwa als Schöpfer, Retter, König, Vater, Hirte, Licht oder Burg und im Zentrum steht die grundlegende Zusage: „Ich bin für euch da.“ In Jesus Christus wird Gottes Wesen sichtbar, wie das Wort aus dem Johannesevangelium betont: „Wer mich sieht, sieht den Vater.“ Diese Vielfalt biblischer Gottesbilder bildet ein hilfreiches didaktisches Fundament, um Schülerinnen und Schülern die Breite und Tiefe der Gottesdarstellungen im Alten und Neuen Testament zu erschließen.

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Ein weiterer Abschnitt widmet sich dem Bilderverbot: „Du sollst dir kein Bildnis machen.“ Der Text erläutert, dass sich dieses Verbot nicht grundsätzlich gegen Bilder richtet, sondern gegen Götzenbilder, die Gott ersetzen oder manipulativ vereinnahmen. Bilder prägen Wahrnehmung und können Menschen beeinflussen; deshalb sind Gottesbilder immer nur momenthafte und begrenzte Perspektiven, die nicht absolut gesetzt werden dürfen. Glaube ist ein dynamischer Prozess, und ein festgeschriebenes Gottesbild würde ihn einfrieren. Für den Unterricht eignet sich dieser Themenbereich besonders, um über Medienkompetenz, Projektionen und den kritischen Umgang mit religiösen und kulturellen Bildern ins Gespräch zu kommen.

Auch die Dreieinigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – wird im Heft ausführlich behandelt. Der Artikel zeigt, dass Christen an den einen Gott glauben, der sich in drei Personen beziehungsorientiert zeigt. Die Dreieinigkeit wird biblisch fundiert, etwa durch den Taufauftrag in Matthäus 28,19. Veranschaulichungen wie Wasser, Dreiklang oder die Struktur der Zeit helfen beim Verständnis des Geheimnisses, ohne es aufzulösen. Im Zentrum steht: Gott ist Liebe, und Gott ist in sich selbst Beziehung. Für den Unterricht bietet dieses Thema gute Anknüpfungspunkte für Christologie, Trinitätslehre und ein reflektiertes Nachdenken über Gottes Wesen.

Die Frage, ob alle Religionen an denselben Gott glauben, wird differenziert diskutiert. Verschiedene Religionen sprechen von unterschiedlichen Gottesvorstellungen – etwa Jahwe, Allah oder Brahman. Das bekannte Elefantengleichnis, das nahelegt, alle Religionen würden nur verschiedene Teile desselben Gottes erkennen, wird kritisch betrachtet. Der christliche Glaube betont hingegen, dass Gott sich sichtbar und verbindlich in Jesus Christus offenbart. Echter interreligiöser Dialog bedeutet daher nicht, Unterschiede zu verwischen, sondern sie in Respekt wahrzunehmen. Dieses Thema eignet sich gut für Unterrichtseinheiten zu religiösem Pluralismus, Dialog und Toleranz.

Die Gottesbilder der Mystik werden als besonders vielfältig beschrieben: Sie können stürmisch sein – als Aufbruch, Reinigung und Umsturz fester Vorstellungen –, aber auch still, wenn Gottesbegegnung im Schweigen erfahren wird. Mystische Gottesbilder sind oft kreativ und paradox, wie Begriffe à la „Fernnaher“ oder „stilles Geschrei“ zeigen. Beispiele aus der christlichen Tradition – Mechthild von Magdeburg, Meister Eckhart, Marguerite Porete und Dorothee Sölle – verdeutlichen diese Tiefe. Für den Unterricht eignet sich das Thema gut zur Einführung in poetische Gottesbilder, mystische Sprache und persönliche religiöse Erfahrung.

Ein weiterer Beitrag beleuchtet Gottesbilder in der modernen christlichen Jugendkultur, insbesondere in der sogenannten „Generation Lobpreis“. Eine Studie zeigt, dass Jugendliche heute überwiegend ein sehr positives, liebevolles Gottesbild haben: Gott erscheint ihnen als Quelle von Liebe, Geborgenheit und Treue. Dieses Bild wird stark durch Lobpreismusik geprägt, in der Gott häufig als „König“, „Vater“ oder „Freund“ angesprochen wird. Herausfordernde oder ambivalente Gottesbilder treten seltener auf. Für den Unterricht lassen sich daraus spannende Zugänge zur Jugendfrömmigkeit, zu Worship-Kultur und persönlicher religiöser Praxis entwickeln.

Ein religionspädagogisches Praxisbeispiel liefert schließlich der Bericht über die „Bibelforscher“ im Kindergarten. Hier wird gezeigt, wie Kinder eigenständig Gottesbilder entwickeln, biblische Geschichten kreativ erschließen und ihre Vorstellungen ausdrücken – etwa in Bildern wie „Gott wohnt in der Wolke mit Jesus“. Dieses Beispiel eignet sich als Inspiration für Methoden in der Grundschule oder Kita, die Kinder ernst nehmen und ihre religiöse Ausdrucksfähigkeit fördern.

Übergreifend macht das Heft deutlich, dass Gottesbilder begrenzt, vielfältig und kulturell geprägt sind. Der Glaube lebt davon, diese Bilder zu reflektieren, zu hinterfragen und immer wieder zu erweitern oder zu überwinden. Jesus Christus bildet dabei den zentralen Schlüssel für das christliche Verständnis von Gott. Gleichzeitig zeigt das Material, dass Mystik, Bibel, Theologie, Kinder und Jugendliche jeweils eigene Zugänge zu Gott entwickeln – und dass darin ein wertvoller Reichtum liegt.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.1 Gottesrede – angemessen von Gott sprechen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Fragen und suchen: Existiert Gott?.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Wie Menschen sich Gott vorstellen: Alltagsweltliche Gottesbilder und Vorstellungen
  • Wie sich Gottesbilder und Gottesvorstellungen im Verlauf der Lebensgeschichte wandeln
  • An welchen Gott glauben Christen, wenn sie bekennen „Ich glaube an Gott“

Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 1. Gottesvorstellungen und Gottesbilder.

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