Methodisch kann der Text zunächst zur Erarbeitung von Basiswissen genutzt werden, etwa durch eine vergleichende Tabellenarbeit zu Aufbau, Adressaten und Jesusbildern der vier Evangelien. In Gruppenarbeitsphasen können die Schülerinnen und Schüler jeweils ein Evangelium vertiefend erschließen und dessen Besonderheiten anhand ausgewählter Bibelstellen (z. B. Bergpredigt, Gleichnisse, Passion, „Ich-bin-Worte“) vorstellen. Besonders lernwirksam ist ein synoptischer Vergleich einzelner Perikopen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede bewusst zu machen und die Frage nach theologischer Intention zu reflektieren. Kreative Methoden wie das Gestalten von Symbolen der Evangelisten, das Schreiben eines kurzen Evangelien-Steckbriefs oder Rollenspiele aus verschiedenen Evangelienperspektiven fördern einen handlungsorientierten Zugang. Auf reflexiver Ebene kann das Medium genutzt werden, um die Frage zu diskutieren, warum es vier Evangelien gibt und was dies für den christlichen Glauben bedeutet. So unterstützt das Material nicht nur Sach- und Methodenkompetenz, sondern auch die Fähigkeit, biblische Texte als lebendige Glaubenszeugnisse zu verstehen und mit der eigenen Lebenswirklichkeit in Beziehung zu setzen.