Didaktisch eignet sich das Medium besonders gut für die Einführung in ethische Theorien oder für eine vergleichende Auseinandersetzung mit anderen Ansätzen wie der Pflichtethik oder der Tugendethik. Methodisch kann es zunächst zur Klärung zentraler Begriffe wie Nutzen, Glück und Folgenethik eingesetzt werden. Anschließend bietet sich die Arbeit mit konkreten Dilemmata an, bei denen die Schülerinnen und Schüler berechnen oder abschätzen sollen, welche Entscheidung den größten Gesamtnutzen erzeugt. Im katholischen Religionsunterricht ist eine kritische Reflexion besonders fruchtbar: Die Lernenden können diskutieren, inwiefern der Utilitarismus mit dem christlichen Verständnis von Menschenwürde vereinbar ist oder wo Spannungen entstehen, etwa wenn einzelne Menschen instrumentalisiert werden. Gruppenarbeit, Pro-und-Contra-Debatten oder Vergleichstabellen fördern ethische Urteilskompetenz und helfen, die Stärken und Grenzen folgenorientierten Denkens zu erkennen.