Der Einstieg gelingt durch eine Bildanalyse eines Buchcovers. Dazu findet ein Austausch mithilfe der Methode Placemat statt. Dabei liegt der Fokus auf der Beziehung zwischen Berufung und gelingenden Leben. Da in der modernen pluralistischen Gesellschaft die individuelle Selbsterfüllung einen hohen Wert genießt, kann Berufung auch darüber diskutiert werden.
In einem weiteren Schritt werden zwei Bibel Quellen zur Nachfolge untersucht. Die Texte werden gegliedert und mit Überschriften versehen. Die Berufungsentscheidung von Moses und Johannes unterscheiden sich und werden vor dem Hintergrund der Reich-Gottes-Botschaft verglichen.
Der nächste Schritt thematisiert Jesu Umgang mit der Nachfolge des reichen Mannes. Der Text wird in Einzelarbeit erarbeitet und in kleinen Gruppen diskutiert. Ein Standbild stellt die Ergebnisse der Diskussion da. Jesus verweigert dem Reichen den Zugang zum Reich Gottes. Dennoch ist Gott als der Barmherzige bekannt, der allen vergibt. Dieses scheinbare Paradox wird untersucht. Der reiche Mann vorwärts sich selbst den Zugang zum Reich Gottes. Es bedarf keiner göttlichen Entscheidung dazu. Allein der freie Willen des reichen Mannes macht ihm den Zugang unmöglich. Zudem überbietet Jesus regelmäßig die Maßstäbe des Alten Testaments und stellt hohe Anforderungen an die Nachfolge.
Der nachfolgende Schritt befasst sich mit der Beziehung zwischen Berufung und Nachfolge. Der Individualismus stellt dabei eine komplexe Herausforderung da. Er kann die Entscheidung sowohl erleichtern als auch erschweren. Konkrete Beispiele dazu werden gesammelt.
Abschließend wird eine Karikatur analysiert, in der Eltern besorgt sind über die Berufung ihres Sohnes. Dies zeigt die Säkularisierung innerhalb der Gesellschaft und die zunehmende Abwendung von organisierter Religion. Inwiefern dabei gerade die Entscheidung für eine Berufung eine individuelle Selbsterfüllung im Rahmen der pluralistischen Gesellschaft und gegen Bevormundung ist, wird diskutiert.
Die Unterrichtsstunde "wen streicheln, wen essen" mit acht Seiten und fünf Materialien thematisiert den ethischen Umgang mit der Schöpfung auf Basis biblischer Quellen. Dabei werden die zwei zentralen Ethiken der Bibel bezogen auf die Schöpfung entwickelt und anhand aktueller Beispiele verglichen. Der Mensch ist Herrscher über die Schöpfung oder ihr Bewahrer.
Der Einstieg gelingt über eine Bildanalyse, die das Paradox des Tieres als Mitgeschöpf und Lebensmittel untersucht. Der vegetarische Ansatz wird ebenfalls diskutiert.
In einem ersten Schritt wird die alttestamentliche Tierethik der Genesis untersucht. Dabei werden zwei Interpretationsstränge herausgearbeitet. Der Mensch als Herrscher der Schöpfung und der Mensch als Bewahrer der Schöpfung. Mehrere Bibelstellen werden entweder der Superiorität des Menschen oder der Idee der Mitgeschöpflichkeit zugeordnet.
Ein sich anschließender Schritt bietet eine Bildanalyse zu den beiden Interpretationsansätze an. Dabei wird die Veränderung der Vorstellung von Tieren als Geschöpfen hin zur industriellen Massenproduktion und dem Tier als Konsumartikel erfasst.
In einem abschließenden Schritt wird die Perspektive des Besitzers eines Schlachthauses untersucht. Er stellt die Veränderung von Massenproduktion minderwertiger Qualität unter schlechten Bedingungen für Tiere in der Vergangenheit vor. Der Besitzer änderte mit der Zeit seine Meinung und versuchte diesen Prozess umzukehren und zu einer Ethik des Tierschutzes auch in der Produktion zu finden. Zudem wird das Töten der Tiere generell thematisiert. Für die Versorgung mit Fleisch ist sie notwendig. Dennoch sollte das Ende der Tiere möglichst ohne Schmerzen und Stress herbeigeführt werden. Diese Positionen werden in Partner oder Gruppenarbeit begründet mit den vorher erarbeiteten ethischen Konzepten verbunden. Das Tier ist zwar Lebensgrundlage aber denn noch Mitgeschöpf. Dies muss kein Paradox darstellen. Das tut es nur wenn das Tier als Produktionsmittel gesehen wird dem keinerlei Achtung entgegengebracht wird.