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At-Tariq - Islam und Christentum

At-Tariq - Islam und Christentum

Starb Jesus am Kreuz?

Veröffentlichung:9.11.2017

Das Video thematisiert die Perspektive des Islams auf Jesus. Diese Sichtweise wird mit der Christologie des Christentums verglichen.

Symbol des Kreuzes für Christen: Das Kreuz ist im Christentum das zentrale Symbol für den Tod Jesu und die Auferstehung. Es steht für Hoffnung, Glauben und das Opfer Jesu für die Menschheit.

Der Standpunkt des Islams: Der Islam lehrt, dass Jesus (Isa) nicht gekreuzigt wurde, sondern dass ein anderer an seiner Stelle gekreuzigt wurde. Laut dem Koran wurde Jesus von Allah gerettet und in den Himmel aufgenommen, ohne den grausamen Tod am Kreuz zu erleiden.

Historische Betrachtung der Kreuzigung: Historiker, darunter auch Kritiker des Christentums, stimmen weitgehend überein, dass Jesus tatsächlich am Kreuz gestorben ist. Es gibt viele historische Belege, wie die Berichte der Evangelien und der Schriften von römischen Historikern wie Tacitus und jüdischen Historikern wie Josephus Flavius, die diese Tatsache bestätigen.

Wissenschaftliche Perspektive: Die Quellen sind unabhängig und frühe Schriften belegen die Kreuzigung Jesu, was die historische Genauigkeit dieser Tatsache unterstreicht. Historiker stützen sich auf diese Quellen, um zu dem Schluss zu kommen, dass Jesus am Kreuz gestorben ist.

Einblick in die Debatte: Das Video beleuchtet auch, warum einige muslimische Gelehrte dem historischen Konsens widersprechen und die Theorie vertreten, dass Jesus nicht gekreuzigt wurde. Der Koran selbst lässt keine Zweifel an der Auferstehung Jesu und seiner himmlischen Aufnahme, was zu unterschiedlichen Interpretationen führt.

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Was spricht aus historischer Sicht für die Annahme, dass Jesus am Kreuz gestorben ist?

Zeitnahe Quellen:

Die Evangelien, die von Augenzeugen oder deren direkten Nachfolgern geschrieben wurden, berichten übereinstimmend von der Kreuzigung Jesu.

Nichtchristliche Historiker wie Josephus Flavius und Tacitus bestätigen die Hinrichtung Jesu durch die Römer.

Konsistenz der Berichte:

Alle frühen Quellen – ob von Christen, Gegnern oder neutralen Beobachtern – stimmen darin überein, dass Jesus am Kreuz starb.

Keine bekannte Quelle aus dem ersten Jahrhundert widerspricht dieser Darstellung.

Römische Praxis:

Die Kreuzigung war eine gängige Hinrichtungsmethode der Römer für Aufständische und Verbrecher, was die historische Wahrscheinlichkeit erhöht.

Archäologische und historische Kontextforschung:

Funde wie Überreste von gekreuzigten Personen und römische Dokumentationen bestätigen die Brutalität und Tödlichkeit dieser Praxis.

Welche theologischen Unterschiede bestehen zwischen der christlichen und islamischen Sichtweise zur Kreuzigung Jesu?

Christliche Perspektive:

Im Christentum ist die Kreuzigung Jesu zentral: Sie symbolisiert das Opfer Jesu für die Sünden der Menschheit und seine Liebe zu allen Menschen.

Die Auferstehung ist die Erfüllung des göttlichen Plans und ein Beweis seiner Göttlichkeit.

Bibelzitat: „Es ist vollbracht.“ (Johannes 19,30)

Islamische Perspektive:

Im Islam lehrt der Koran, dass Jesus (Isa) weder getötet noch gekreuzigt wurde; es schien den Menschen nur so (Sure 4:157-158).

Jesus wurde von Allah in den Himmel aufgenommen. Sein Tod wird nicht als notwendig für die Erlösung angesehen.

Die Kreuzigung wird als eine Täuschung der Feinde Jesu dargestellt.

Göttliche Rolle:

Christen sehen Jesus als den Sohn Gottes, der durch seinen Tod und seine Auferstehung den Weg zu Gott öffnet.

Muslime betrachten Jesus als einen Propheten, der von Allah beschützt wurde, ohne eine Rolle als Erlöser einzunehmen.

Wie erklären Historiker den Konsens über die Kreuzigung Jesu, obwohl unterschiedliche religiöse Interpretationen bestehen?

Methodik der Historiker:

Historiker bewerten Ereignisse anhand von Quellenvielfalt, -unabhängigkeit und -frühe.

Für die Kreuzigung gibt es zahlreiche, voneinander unabhängige und früh datierte Berichte, die diese belegen.

Religiöse Überzeugungen außen vor:

Historiker analysieren die Fakten ohne Rücksicht auf theologische Konsequenzen, was zu einem objektiveren Konsens führt.

Die Berichte über die Kreuzigung stammen von Gegnern, neutralen Beobachtern und Anhängern, was die Glaubwürdigkeit stärkt.

Keine konkurrierenden Erzählungen:

Historiker betonen, dass es in der Antike keine ernstzunehmende Quelle gibt, die die Kreuzigung Jesu in Frage stellt.

Spätere alternative Erzählungen (z. B. das Barnabas-Evangelium) sind nachweislich viel später entstanden und gelten als unzuverlässig.

Material:

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Musik. Krass, was ist denn hier passiert? Warum die ganzen Kreuze? Im Reiseführer stand, dass es vor fast 200 Jahren begonnen hat. Die Litauer und Polen wehrten sich gegen die russische Herrschaft. In den Aufständen starben viele Rebellen, andere blieben verschollen. Ihre Familien kamen hierher und errichteten Kreuze als Erinnerung.

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So viele Kreuze! Nein, die Kreuze stammen nicht alle von damals. Bald kamen Menschen nicht nur, um für die Freiheitskämpfer zu beten, sondern auch für Frieden und Unabhängigkeit. Sie stellten neue Kreuze auf – als Zeichen des gewaltlosen Widerstands. Dann wurde Litauen eine sowjetische Republik, und im atheistischen Regime wurden die Christen verfolgt. Den Hügel ließen die Kommunisten mehrfach mit Bulldozern plattmachen.

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Aber die Menschen kamen nachts wieder und stellten Kreuze auf. Heute sind es mehr als 100.000. Über eine sehr dunkle Zeit hinweg war dieser Hügel ein Ort des Gebetes, an dem Menschen Kraft und Hoffnung schöpften.

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Hoffnung? Aber warum mit Kreuzen? Behauptet ihr Christen nicht, dass Jesus am Kreuz gestorben ist? Ich verstehe, dass das Kreuz für euren Glauben wichtig ist. Aber wie kann ein Symbol des Leidens Hoffnung geben? Sollten nicht eher Bilder des Auferstandenen Hoffnung spenden? Ich will euch gern erklären, warum das Kreuz für uns Christen so bedeutend ist.

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Doch vielleicht muss ich etwas weiter ausholen. Ich erinnere mich, dass ihr sagtet, der Koran lehrt, dass Jesus überhaupt nicht gekreuzigt wurde. Richtig. Der Koran sagt, Jesus wurde nicht getötet oder gekreuzigt. Es schien den Leuten nur so. Allah hätte einen grausamen Tod seines Propheten niemals zugelassen.

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Dann schlage ich vor, wir beginnen mit dieser Frage: Starb Jesus am Kreuz? Gut, einverstanden. Du sagst, der Koran lehrt, Jesus sei nicht gestorben. Ich könnte jetzt antworten, die Evangelien behaupten das Gegenteil. Aber dann würden wir nur streiten. Stattdessen schlage ich eine geschichtliche Untersuchung vor: Zu welchem Ergebnis würde ein neutraler Historiker kommen?

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Ich kann euch sagen, dass praktisch alle Forscher eine klare Position vertreten: Jesus starb am Kreuz. Auch entschiedene Kritiker des Christentums haben daran keinen Zweifel. Fast alle sagen sogar, dass keine geschichtliche Tatsache aus dem Leben Jesu so sicher ist wie seine Kreuzigung.

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Warum sind Historiker so sicher? Historiker studieren Quellen. Je mehr unabhängige und frühe Quellen es gibt, desto sicherer ist ein Ereignis. Im Fall der Kreuzigung gibt es viele voneinander unabhängige Quellen: Die Überzeugung der Jünger, die Meinung der Gegner und die Berichte von Außenstehenden.

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All diese Quellen sind früh und widersprechen sich nicht. Das gibt Historikern große Sicherheit. Die ersten Schriften der Christen stammen entweder von Augenzeugen oder aus einer Zeit, in der viele Augenzeugen noch lebten. Alle bezeugen die Kreuzigung Jesu als zentrale Botschaft.

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Die Texte der frühen Christen sind auch aus einem anderen Grund interessant. Wenn es damals alternative Überzeugungen gegeben hätte, hätten sie in den Texten erwähnt werden müssen. Doch alle Quellen sind sich einig: Jesus starb am Kreuz. Auch die Berichte von Gegnern belegen das.

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Selbst jüdische Gegner verbreiteten das Gerücht, die Jünger hätten den Leichnam Jesu gestohlen. Das zeigt: Sie zweifelten nicht am Tod Jesu, sondern nur an seiner Auferstehung. Alle frühen Quellen, ob von Jüngern, Gegnern oder neutralen Beobachtern, berichten von der Kreuzigung.

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