Didaktisch unterstützt es die Unterscheidung zwischen dem historischen Jesus und dem Christus des Glaubens und legt damit eine zentrale Grundlage christologischen Lernens. Ein sinnvoller Einstieg kann über Alltagsbezüge erfolgen, etwa durch die Frage: „Warum ist Jesus auch heute noch bekannt?“ oder durch die Sammlung von Vorwissen, Bildern und Erwartungen der Schülerinnen und Schüler.
Methodisch lässt sich das Medium gut für eine strukturierte Texterschließung nutzen, beispielsweise durch das Markieren zentraler Aspekte (historischer Kontext, Botschaft, Konflikte, Tod, Wirkungsgeschichte). Ergänzend können kurze biblische Texte (z. B. Gleichnisse, Heilungserzählungen, Passionsberichte) hinzugezogen und mit der Sachdarstellung verglichen werden. Besonders lernwirksam ist der Perspektivwechsel, etwa durch Rollenkarten (Anhänger, römische Behörden, religiöse Führer) oder durch das Verfassen kurzer Tagebucheinträge aus der Sicht von Zeitgenossen Jesu. Kreative Methoden wie Bildinterpretationen oder Standbilder vertiefen das Verständnis und fördern die persönliche Auseinandersetzung. Das Medium trägt so zur Entwicklung historischer, religiöser und ethischer Kompetenzen bei.