Das Medium eignet sich besonders für die Oberstufe, kann aber auch in den höheren Klassen der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Für die Unterrichtsgestaltung bietet es mehrere Anknüpfungspunkte: Zunächst können die Schülerinnen eine Unterscheidung zwischen alltäglicher, existenzieller Erfahrung und geoffenbarter Wahrheit erarbeiten. Dabei helfen Vergleichsaufgaben, die das Suchen nach Sinn und Spuren des Göttlichen im eigenen Leben thematisieren. Im weiteren Verlauf lassen sich Bibelstellen (z. B. Röm 1,19–20; Hebr 1,1–2; Joh 1,14) in Kleingruppenarbeit erschließen und auf den Unterschied zwischen allgemeiner und besonderer Offenbarung hin befragen. Methodisch bietet es sich an, mit Impulsbildern oder Naturerfahrungen in den Unterricht einzusteigen, um Zugänge zur allgemeinen Offenbarung zu eröffnen. Anschließend kann eine Textarbeit oder ein Video die besondere Offenbarung durch Christus verdeutlichen. Vertiefend lässt sich das Medium in Verbindung mit der Frage nach der Glaubensbegründung, dem Verhältnis von Vernunft und Glaube oder dem Problem des Nichtwissens Gottes einsetzen. In einer Reflexionsphase können die Schülerinnen überlegen, welche Bedeutung Offenbarung heute noch für den Glauben und das persönliche Leben haben kann.