Zielsetzungen & Anknüpfung
Lernenden sollen die Bedeutung des johanneischen Prologs im Kontext der Christologie, der Lehre vom Wort und der Inkarnation verstehen.
Sie sollen zentrale Motive (z. B. Licht und Finsternis, Zeugnis, Logos) identifizieren und deuten lernen.
Förderung der biblischen Lesekompetenz im digitalen Raum — Video als „Einstieg ins Bibeltexte-Hören“ nutzen.
Impuls zur theologischen Reflexion: Wie wird „das Wort“ im Lebensalltag relevant? Inwiefern spricht dieser Prolog Neuerfahrung von Gott?
Didaktische Anbindung
Das Video eignet sich als Einstiegsimpuls zu einer Unterrichtseinheit über das Johannesevangelium, Christologie, Gottesoffenbarung oder die Bedeutung des Logos.
Alternativ kann es als Wiederholung oder Vertiefung nach eigener Textlektüre verwendet werden.
Es bietet sich an, es in Phasen des Unterrichts zu integrieren, in denen das Hören / Sehen als Medium Lernprozesse anregen soll (z. B. „Hörstation“, „Videoclip-Einstieg“, „gemischtes Lesen und Hören“).
Methodische Umsetzung
Vorbereitung
Bitten Sie Schülerinnen und Schüler, sich mit dem Kontext des Johannesevangeliums vertraut zu machen (Autor, Entstehungszeit, Zielgruppe).
Verteilen Sie Kopien des Textes (Joh 1,1–18) als Vorbereitung.
Video zeigen
Zeigen Sie das Video in voller Länge (ggf. mit Pauseoption).
Alternativ: Zeigen Sie den Prolog bis Vers 5, pausieren Sie, führen eine Zwischenreflexion durch, und schauen dann die Fortsetzung.
Stationenarbeit / Arbeitsphasen
Station 1 – Motivsuche: In Kleingruppen werden Schlüsselwörter oder Bildmotive (z. B. Wort, Licht, Zeugnis, Fleisch) gesammelt.
Station 2 – Text & Bild im Dialog: Schülerinnen und Schüler vergleichen die Videodarstellung mit dem geschriebenen Text. Wo weicht die Visualisierung ab? Was wird hervorgehoben?
Station 3 – Impulsfragen: Z. B. „Was bedeutet für dich: ‘das Wort wurde Fleisch’?“, „Wie verstehst du Licht und Finsternis im heutigen Leben?“, „Welcher Aspekt dieses Prologs spricht dich besonders an?“
Station 4 – kreative Vertiefung: Eine kurze szenische Interpretation, ein eigenes Visual (z. B. Bild, Collage, digitale Grafik) oder ein moderner „Prolog“ (z. B. in heutiger Sprache) zur Verdeutlichung des Logos konzipieren.
Plenum / Sammlung
Ergebnisse aus den Stationen werden vorgestellt und in der Klasse diskutiert.
Gemeinsame Theologie-Reflexion: Welche Bedeutung hat dieser Anfang der Christenbotschaft für die Gegenwart?
Differenzierung / Erweiterung
Für leistungsstarke Gruppen: Theologischer Exkurs zu griechischem Logos, antiken Schöpfungsvorstellungen, Johannes im Vergleich zu den synoptischen Evangelien.
Für schwächere Gruppen: Fokus auf zentrale Bilder (Licht, Wort, Zeugnis) sowie kurze Glossare zu schwierigen Ausdrücken (z. B. „Logos“, „Fleisch“, „in ihm Leben war“).
Digital / Hybridvarianten
Schülerinnen und Schüler könnten das Video zuhause oder im Distanzunterricht ansehen und in einem digitalen Padlet oder Forum erste Gedanken posten.
Im Unterricht könnten Auszüge des Videos (z. B. 2-3 Minuten) als Impuls genutzt werden, gefolgt von digitalen Austauschphasen (Chat, Breakout-Rooms).
Evaluation
Kurze Reflexion am Ende: „Was hat mich überrascht?“, „Welche Bilder bleiben mir stumm?“, „Wie hat sich mein Textverständnis verändert?“
(Optional) Abfrage mit Lernquiz oder digitalem Feedbacktool (z. B. Mentimeter, Kahoot).